Facharzt/Fachärztin Fachrichtung Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie
Facharzt/-ärztin - Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie
Was ist Mikrobiyoloji, Viroloji ve Enfeksiyon Epidemiyolojisi Uzman Doktoru?
Steckbrief
Berufstyp: Studienberuf (nach Weiterbildung): Facharzt/Fachärztin Weiterbildungsart: Weiterbildung nach Regelungen der Landesärztekammern Weiterbildungsdauer: 5 Jahre
Beschreibung (Deutsch)
Aufgaben und TätigkeitenFachärzte und Fachärztinnen für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie untersuchen den Aufbau und die Struktur krankheitserregender Mikroorganismen. Sie entwickeln Methoden, diese Organismen - etwa Bakterien, Viren und Pilze - im menschlichen Körper nachzuweisen und die durch sie verursachten Infektionskrankheiten zu behandeln bzw. ihnen vorzubeugen, z.B. durch mikrobenhemmende Substanzen. Sie unterstützen Ärzte und Ärztinnen bei der Prophylaxe, Befunderstellung, Behandlung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten. Zum Nachweis von Mikroorganismen wenden sie mikroskopische, biochemische, immunologische und molekularbiologische Methoden an. Sie bestimmen die Empfindlichkeit von Mikroorganismen und Viren gegenüber Arznei- und Desinfektionsmitteln, züchten und typisieren Erreger. In der Krankenhaus- und Praxishygiene untersuchen sie Lebensmittel, Gebrauchs- und Bedarfsgegenstände. Zusätzlich übernehmen sie organisatorische Aufgaben, dokumentieren Behandlungen, erstellen Gutachten, überwachen die Labororganisation und die Leistungsabrechnung.Arbeitsbereiche und -orteBeschäftigungsbetriebe Fachärzte und Fachärztinnen für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie finden Beschäftigung in erster Linie in der medizinischen Forschung und Lehre, in Kliniken, Facharztpraxen und medizinischen Labors sowie bei Gesundheitsämtern.ArbeitsorteFachärzte und Fachärztinnen für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie arbeiten in erster Linie in Labors und Büroräumen.Darüber hinaus arbeiten sie ggf. auch in Hörsälen oder Unterrichtsräumen (bei Lehrtätigkeit).VoraussetzungenDie Zulassung zur Weiterbildung setzt die Approbation als Arzt bzw. Ärztin voraus. Auch eine Erlaubnis zur Ausübung des ärztlichen Berufes ermöglicht die Teilnahme.Inhalte der WeiterbildungFachspezifische Inhalteübergreifende Inhalte, z.B. Desinfektion und Sterilisation, Arbeitssicherheit im medizinischen Laborinfektiologische Notfälle, z.B. Notfalldiagnostik einschließlich Beratung bei Infektionen wie Meningitis/Enzephalitis, Sepsis, Gasbrand, Malaria, Beratung zu SofortmaßnahmenInfektionskrankheiten, z.B. Symptomatologie und Epidemiologie der Infektionskrankheiten, Epidemiologie von Reise- und Tropenkrankheiten Präanalytik, z.B. Beurteilung von Untersuchungszeitpunkt, Gewinnung, Transport, Materialart, Materialeignung, Methodenauswahl für die klinische FragestellungMethoden der Infektionsdiagnostik, z.B. Zellkulturtechniken zum Nachweis von Viren, Diagnostik zum Nachweis von Toxinen, Sequenzierung Bewertung und Befundinterpretationantiinfektive Therapie und Antibiotic Stewardship, z.B. Ermittlung, Bewertung und Steuerung des AntiinfektivaverbrauchsImpfprävention, Infektionsprävention und Surveillance, z.B. Systeme zur Erfassung von Infektionen, Antibiotikaverbrauch und AntibiotikaresistenzenInfektions-, Krankenhaus- und PraxishygieneLabor - und Qualitätsmanagement, z.B. Einflussgrößen, Störfaktoren, Evaluation und Standardisierung von UntersuchungsverfahrenAllgemeine InhalteGrundlagen, z.B. ethische, wissenschaftliche und rechtliche Grundlagen ärztlichen Handelnspatientenbezogene Inhalte, z.B. Aufklärung und Befunddokumentationbehandlungsbezogene Inhalte, z.B. medizinische Notfallsituationentechnisch-diagnostische Inhalte im Zusammenhang mit gebietsspezifischen Fragestellungen,Was verdient man während der Weiterbildung?Die Weiterbildung findet im Rahmen einer ärztlichen Tätigkeit statt. Bei einer Tätigkeit im Geltungsbereich des Tarifvertrags für Ärztinnen und Ärzte an Universitätskliniken (TV-Ärzte) kommt es z.B. zu folgender Vergütung: 5.627 € bis 7.223 € (monatlich brutto).
Studiengänge, die zu diesem Beruf führen
Feld Medizin, Gesundheitswissenschaften →Der Beruf Facharzt/Fachärztin Fachrichtung Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Medizin, Gesundheitswissenschaften:
Advanced Healthcare
Master · Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Advanced Nursing Practice
Master · Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg
Advanced Nursing Practice
Master · Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Advanced Practice Nursing
Master · Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen
Angewandte Hebammenwissenschaft Midwifery
Bachelor · Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen
Angewandte Pflegewissenschaft
Bachelor · Jade Hochschule
Detaillierte Informationen
▶ Lernorte
Die Weiterbildung findet an Universitäts- oder Hochschulkliniken bzw. anderen Einrichtungen der ärztlichen Versorgung statt.Lernorte sindan Kliniken: z.B. Labors, Büroräume
▶ Steckbrief
BerufstypStudienberuf (nach Weiterbildung): Facharzt/FachärztinWeiterbildungsartWeiterbildung nach Regelungen der LandesärztekammernWeiterbildungsdauer 5 JahreAufgaben und TätigkeitenFachärzte und Fachärztinnen für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie untersuchen den Aufbau und die Struktur krankheitserregender Mikroorganismen. Sie entwickeln Methoden, diese Organismen - etwa Bakterien, Viren und Pilze - im menschlichen Körper nachzuweisen und die durch sie verursachten Infektionskrankheiten zu behandeln bzw. ihnen vorzubeugen, z.B. durch mikrobenhemmende Substanzen. Sie unterstützen Ärzte und Ärztinnen bei der Prophylaxe, Befunderstellung, Behandlung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten. Zum Nachweis von Mikroorganismen wenden sie mikroskopische, biochemische, immunologische und molekularbiologische Methoden an. Sie bestimmen die Empfindlichkeit von Mikroorganismen und Viren gegenüber Arznei- und Desinfektionsmitteln, züchten und typisieren Erreger. In der Krankenhaus- und Praxishygiene untersuchen sie Lebensmittel, Gebrauchs- und Bedarfsgegenstände. Zusätzlich übernehmen sie organisatorische Aufgaben, dokumentieren Behandlungen, erstellen Gutachten, überwachen die Labororganisation und die Leistungsabrechnung.Arbeitsbereiche und -orteBeschäftigungsbetriebe Fachärzte und Fachärztinnen für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie finden Beschäftigung in erster Linie in der medizinischen Forschung und Lehre, in Kliniken, Facharztpraxen und mediz...
▶ Vergütung
Die Weiterbildung findet im Rahmen einer ärztlichen Tätigkeit statt. Die dabei erreichte Vergütung ist abhängig vom jeweiligen Arbeitgeber und der Dauer der Tätigkeit als Arzt bzw. Ärztin.Bei einer Tätigkeit im Geltungsbereich des Tarifvertrags für Ärztinnen und Ärzte an Universitätskliniken (TV-Ärzte) kommt es zum Beispiel zu folgender Vergütung: 5.627 € bis 7.223 € (monatlich brutto)Quelle:Tarifvertrag für Ärztinnen und Ärzte an Universitätskliniken (TV-Ärzte)Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Weiterbildungsdauer
5 Jahre (Vollzeit)
▶ Weiterbildungsaufbau
Aufbau der Weiterbildung laut Muster-Weiterbildungsordnung der BundesärztekammerAngehende Fachärzte und -ärztinnen für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie absolvieren eine fünfjährige Weiterbildung im Gebiet Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie.Facharzt-Weiterbildung im Gebiet Mikrobiologie, Virologie und InfektionsepidemiologieDauer: 60 Monate, davon12 Monate in der stationären Patientenversorgung Zum Kompetenzerwerb können bis zu 12 Monate der Weiterbildung in Hygiene und Umweltmedizin, Laboratoriumsmedizin, Öffentliches Gesundheitswesen, Transfusionsmedizin und/oder in der Zusatz-Weiterbildung Infektiologie erfolgen.
▶ Weiterbildungskosten
Für die Durchführung der Weiterbildung während der hauptberuflichen Ausübung einer ärztlichen Tätigkeit werden von den angehenden Fachärzten und -ärztinnen keine Kosten erhoben. Für die Teilnahme an Kursen, die auch durch die Weiterbildungsordnung vorgeschrieben sein kann, fallen gewöhnlich Gebühren an. Es können Prüfungsgebühren erhoben werden.
▶ Weiterbildungsinhalte
Fachspezifische Inhalteübergreifende Inhalte, z.B. Desinfektion und Sterilisation, Arbeitssicherheit im medizinischen Laborinfektiologische Notfälle, z.B. Notfalldiagnostik einschließlich Beratung bei Infektionen wie Meningitis/Enzephalitis, Sepsis, Gasbrand, Malaria, Beratung zu SofortmaßnahmenInfektionskrankheiten, z.B. Symptomatologie und Epidemiologie der Infektionskrankheiten, Epidemiologie von Reise- und Tropenkrankheiten Methoden der Infektionsdiagnostik, z.B. Zellkulturtechniken zum Nachweis von Viren, Diagnostik zum Nachweis von Toxinen, Sequenzierung Bewertung und Befundinterpretationantiinfektive Therapie und Antibiotic Stewardship, z.B. Ermittlung, Bewertung und Steuerung des AntiinfektivaverbrauchsImpfpräventionInfektionsprävention und Surveillance, z.B. Systeme zur Erfassung von Infektionen, Antibiotikaverbrauch und AntibiotikaresistenzenInfektions-, Krankenhaus- und PraxishygieneLabor - und Qualitätsmanagement, z.B. Einflussgrößen, Störfaktoren, Evaluation und Standardisierung von UntersuchungsverfahrenAllgemeine InhalteGrundlagen, z.B. ethische, wissenschaftliche und rechtliche Grundlagen ärztlichen Handelnspatientenbezogene Inhalte, z.B. Aufklärung und Befunddokumentationbehandlungsbezogene Inhalte, z.B. medizinische Notfallsituationen, insbesondere lebensrettende Sofortmaßnahmentechnisch-diagnostische Inhalte im Zusammenhang mit gebietsspezifischen Fragestellungen, z.B. Präanalytik und labortechnisch gestützte Nachweisverfahren
▶ Wichtige Vorkenntnisse
Gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Weiterbildung bilden vor allem vertiefte Vorkenntnisse im Facharztgebiet Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie: Bereits während des Studiums kann man entsprechende Wahlfächer belegen oder sich während der praktischen Phasen spezialisieren (z.B. Teile der Famulatur in einer mikrobiologischen Einrichtung ableisten). Auch nach dem Studium ist einschlägige Praxiserfahrung von Vorteil.Folgende Erfahrungen und Kenntnisse können hilfreich sein:Einsatz von Labortechnik: z.B. um krankheitserregende Mikroorganismen unter Lichtmikroskopen zu untersuchenWahlfach: z.B. Mikroskopische VerfahrenPharmakologie: z.B. um die Empfindlichkeit von Mikroorganismen und Viren gegenüber Arznei- und Desinfektionsmitteln zu testenWahlfächer: z.B. Pharmakologie und Toxikologie
▶ Weiterbildungssituation
Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Praktische Arbeit (unter Anleitung von weiterbildungsbefugten Ärzten/Ärztinnen): i.d.R. Ableisten vorgeschriebener praktischer Tätigkeiten während der Berufstätigkeit (z.B. Durchführen von Untersuchungen und Behandlungen)Unterweisungen: Teilnehmen an theoretischen und praktischen UnterweisungenUmgebung: Arbeiten unter besonderen HygienebedingungenKleidung: Laborkittel, Handschuhe und ggf. MundschutzArbeitszeit: i.d.R. Schicht-, Nacht- und Bereitschaftsdienst nach festgelegtem Wechsel (auch samstags, sonn- und feiertags)Anforderungen:Konzentration und Sorgfalt (z.B. bei der Typisierung von Krankheitserregern)Teamarbeit und Kommunikationsfähigkeit (z.B. bei Absprachen mit anderen Ärzten und Ärztinnen)
▶ Weiterbildungsalternativen
Folgende Weiterbildungen können Alternativen für den Beruf Facharzt/-ärztin für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie sein:Bereich MedizinFacharzt/Fachärztin Fachrichtung BiochemieFacharzt/Fachärztin Fachrichtung LaboratoriumsmedizinFacharzt/Fachärztin Fachrichtung NeuropathologieFacharzt/Fachärztin Fachrichtung PathologieFacharzt/Fachärztin Fachrichtung TransfusionsmedizinFacharzt/Fachärztin Fachrichtung RechtsmedizinFacharzt/Fachärztin für Innere Medizin und InfektiologieGemeinsamkeit:medizinische Laboruntersuchungen durchführen bzw. bei der Bekämpfung von Infektionskrankheiten mitwirken
▶ Entwicklung der Weiterbildung
1924:Die erste Facharztordnung wird auf dem Deutschen Ärztetag beschlossen ("Leitsätze zur Anerkennung und praktischen Tätigkeit von Fachärzten"): die ärztliche Tätigkeit wird auf das Fachgebiet beschränkt (keine gleichzeitige hausärztliche Tätigkeit), 14 Facharztbezeichnungen werden etabliert und Weiterbildungszeiten festgelegt.1937:Erlass einer neuen Berufs- und Facharztordnung, erste Nennung von Zusatzbezeichnungen1968:Beschluss der ersten (Muster-)Weiterbildungsordnung: Trennung der Weiterbildungsordnung von der Berufsordnung, Einführung neuer Gebiete1974:Neuordnung der Heilberufs- bzw. Kammergesetze der Länder, u.a. Einführung einer mündlichen Prüfung als Abschluss der Facharzt-Weiterbildung1978:Einführung des Facharztgebiets Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie1992:Novellierung der (Muster-)Weiterbildungsordnung: Abschaffung der bisherigen Teilgebiete zugunsten von Schwerpunkten2003:Novellierung der (Muster-)Weiterbildungsordnung: Reduzierung der Facharzt-Gebiete; Umbenennung des Facharztgebiets in Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie (Erweiterung um den Bereich Virologie)2010:Novellierung der (Muster-)Weiterbildungsordnung2013:Novellierung der (Muster-)Weiterbildungsordnung: Änderung bei der Anerkennung von ausländischen Facharzt-Weiterbildungen2018:Novellierung der (Muster-)Weiterbildungsordnung: Änderungen an Facharztgebieten und -schwerpunkten sowie an der Weiterbildungsstruktur
▶ Abschluss-/Berufsbezeichnungen
AbschlussbezeichnungFacharzt für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie/Fachärztin für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie
▶ Die Weiterbildung im Überblick
Facharzt bzw. Fachärztin für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie ist eine berufliche Weiterbildung an Hochschulkliniken sowie anderen Einrichtungen der ärztlichen Versorgung. Sie dauert i.d.R. 5 Jahre. Die Landesärztekammern regeln die Weiterbildung gemäß der Muster-Weiterbildungsordnung der Bundesärztekammer.Die Weiterbildung führt zur Facharztprüfung.
▶ Perspektiven nach der Weiterbildung
Die passende Beschäftigung findenNach ihrer Weiterbildung arbeiten Fachärzte und -ärztinnen für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie i.d.R. in Krankenhäusern, Hochschulkliniken, Gesundheitsämtern oder in einem eigenen Labor.Die Beschäftigungsfähigkeit sichernFür Ärzte und Ärztinnen sind Weiterbildungen zur fachbezogenen beruflichen Anpassung gesetzlich vorgeschrieben. Durch Anpassungsweiterbildung hält man seine Fachkenntnisse aktuell, bringt sie auf den neuesten Stand und erweitert sie. Das Themenspektrum reicht dabei von Humanmedizin bis hin zu Gesundheitsmanagement.Daneben kann man seine Fachkenntnisse vertiefen und sich spezialisieren oder sich Wissen auf neuen Gebieten aneignen. Naheliegend ist eine Zusatz-Weiterbildung, die zur Übernahme weiterer Aufgaben befähigt und zum Tragen einer Zusatzbezeichnung berechtigt, z.B. Infektiologie.Beruflich weiterkommenEin weiterführendes Masterstudium kann helfen, beruflich voranzukommen, beispielsweise im Studienfach Gesundheitsmanagement, -ökonomie.Sich selbstständig machenAuch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. mit einem eigenen Labor.
▶ Rechtliche Regelungen für die Weiterbildung
Die zuständigen Landesärztekammern erlassen Weiterbildungsordnungen.Beispiel für die Regelung einer Ärztekammer: Weiterbildungsordnung (WBO) der Landesärztekammer Baden-Württemberg vom 18.05.2020, geändert durch Satzung zur Änderung der Weiterbildungsordnung der Landesärztekammer Baden-Württemberg vom 07.01.2025 (ber. 04/2025)Übersicht über die Landesärztekammern
▶ Zugangsvoraussetzungen für die Weiterbildung
Die Zulassung zur Weiterbildung setzt die Approbation als Arzt bzw. Ärztin voraus. Auch eine Erlaubnis zur Ausübung des ärztlichen Berufes ermöglicht die Teilnahme.
Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit
Häufig gestellte Fragen zu Mikrobiyoloji, Viroloji ve Enfeksiyon Epidemiyolojisi Uzman Doktoru
Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer
Was macht ein Facharzt/Fachärztin Fachrichtung Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie in Deutschland? ▼
Aufgaben und TätigkeitenFachärzte und Fachärztinnen für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie untersuchen den Aufbau und die Struktur krankheitserregender Mikroorganismen. Sie entwickeln Methoden, diese Organismen - etwa Bakterien, Viren und Pilze - im menschlichen Körper nachzuweisen und die durch sie verursachten Infektionskrankheiten zu behandeln bzw. ihnen vorzubeugen, z.B. durch mikrobenhemmende Substanzen. Sie unterstützen Ärzte und Ärztinnen bei der Prophylaxe, Befunderstellung, Behandlung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten. Zum Nachweis von Mikroorganismen wenden sie mikroskopische, biochemische, immunologische und molekularbiologische Methoden an. Sie bestimmen die Empfindlichkeit von Mikroorganismen und Viren gegenüber Arznei- und Desinfektionsmitteln, züchten und typisieren Erreger. In der Krankenhaus- und Praxishygiene untersuchen sie Lebensmittel, Gebrauchs- und Bedarfsgegenstände. Zusätzlich übernehmen sie organisatorische Aufgaben, dokumentieren Behandlungen, erstellen Gutachten, überwachen die Labororganisation und die Leistungsabrechnung.Arbeitsbereiche und -orteBeschäftigungsbetriebe Fachärzte und Fachärztinnen für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie finden Beschäftigung in erster Linie in der medizinischen Forschung und Lehre, in Kliniken, Facharztpraxen und medizinischen Labors sowie bei Gesundheitsämtern.ArbeitsorteFachärzte und Fachärztinnen für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie arbeiten in erster Linie in Labors und Büroräumen.Darüber hinaus arbeiten sie ggf. auch in Hörsälen oder Unterrichtsräumen (bei Lehrtätigkeit).VoraussetzungenDie Zulassung zur Weiterbildung setzt die Approbation als Arzt bzw. Ärztin voraus. Auch eine Erlaubnis zur Ausübung des ärztlichen Berufes ermöglicht die Teilnahme.Inhalte der WeiterbildungFachspezifische Inhalteübergreifende Inhalte, z.B. Desinfektion und Sterilisation, Arbeitssicherheit im medizinischen Laborinfektiologische Notfälle, z.B. Notfalldiagnostik einschließlich Beratung bei Infektionen wie Meningitis/Enzephalitis, Sepsis, Gasbrand, Malaria, Beratung zu SofortmaßnahmenInfektionskrankheiten, z.B. Symptomatologie und Epidemiologie der Infektionskrankheiten, Epidemiologie von Reise- und Tropenkrankheiten Präanalytik, z.B. Beurteilung von Untersuchungszeitpunkt, Gewinnung, Transport, Materialart, Materialeignung, Methodenauswahl für die klinische FragestellungMethoden der Infektionsdiagnostik, z.B. Zellkulturtechniken zum Nachweis von Viren, Diagnostik zum Nachweis von Toxinen, Sequenzierung Bewertung und Befundinterpretationantiinfektive Therapie und Antibiotic Stewardship, z.B. Ermittlung, Bewertung und Steuerung des AntiinfektivaverbrauchsImpfprävention, Infektionsprävention und Surveillance, z.B. Systeme zur Erfassung von Infektionen, Antibiotikaverbrauch und AntibiotikaresistenzenInfektions-, Krankenhaus- und PraxishygieneLabor - und Qualitätsmanagement, z.B. Einflussgrößen, Störfaktoren, Evaluation und Standardisierung von UntersuchungsverfahrenAllgemeine InhalteGrundlagen, z.B. ethische, wissenschaftliche und rechtliche Grundlagen ärztlichen Handelnspatientenbezogene Inhalte, z.B. Aufklärung und Befunddokumentationbehandlungsbezogene Inhalte, z.B. medizinische Notfallsituationentechnisch-diagnostische Inhalte im Zusammenhang mit gebietsspezifischen Fragestellungen,Was verdient man während der Weiterbildung?Die Weiterbildung findet im Rahmen einer ärztlichen Tätigkeit statt. Bei einer Tätigkeit im Geltungsbereich des Tarifvertrags für Ärztinnen und Ärzte an Universitätskliniken (TV-Ärzte) kommt es z.B. zu folgender Vergütung: 5.627 € bis 7.223 € (monatlich brutto).
Ist Facharzt/Fachärztin Fachrichtung Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie eine Ausbildung oder ein Studienberuf? ▼
In Deutschland folgt "Facharzt/Fachärztin Fachrichtung Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie" einer Weiterbildung — fortgeschrittene Spezialisierung, die auf einer bestehenden Ausbildung oder einem Abschluss aufbaut (z. B. Meister, Fachwirt, zertifizierter Kurs).
Wie kann ich in Deutschland als Facharzt/Fachärztin Fachrichtung Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie qualifiziert werden? ▼
Die Zulassung zur Weiterbildung setzt die Approbation als Arzt bzw. Ärztin voraus. Auch eine Erlaubnis zur Ausübung des ärztlichen Berufes ermöglicht die Teilnahme.
Wo arbeiten Facharzt/Fachärztin Fachrichtung Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie in Deutschland typischerweise? ▼
Die Weiterbildung findet an Universitäts- oder Hochschulkliniken bzw. anderen Einrichtungen der ärztlichen Versorgung statt.Lernorte sindan Kliniken: z.B. Labors, Büroräume
Wie hoch ist das typische Gehalt für Facharzt/Fachärztin Fachrichtung Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie in Deutschland? ▼
Gehälter variieren je nach Region, Betriebsgröße und Erfahrung. Aktuelle Zahlen liefern BERUFENET oder Gehaltsportale wie gehalt.de und stepstone.de Gehaltsreport.