Fachpraktiker/Fachpraktikerin für Orthopädietechnik (§66 BBiG/§42r HwO)
Fachpraktiker/in für Orthopädietechnik (§66 BBiG/§42r HwO)
Was ist Ortopedi Tekniği Uygulayıcısı?
Steckbrief
Berufstyp: Ausbildungsberuf für besondere PersonengruppenAusbildungsartDuale Berufsausbildung, geregelt nach Kammerregelungen gemäß §66 Berufsbildungsgesetz (BBiG)/§42r Handwerksordnung (HwO) Ausbildungsdauer: 3 JahreLernorteBetrieb und Berufsschule oder Einrichtung der beruflichen Rehabilitation
Beschreibung (Deutsch)
Was macht man in diesem Beruf?Fachpraktiker/innen für Orthopädietechnik stellen orthopädietechnische Hilfsmittel her. Dafür wählen sie die passenden Materialien und Werkzeuge aus, bearbeiten diese und fügen sie zusammen. Sie betreuen auch Patienten und Patientinnen, indem sie ihnen z.B. Aufbau, Wirkungsweise und Verwendungszweck der orthopädietechnischen Hilfsmittel beschreiben. Außerdem reparieren sie die Prothesen, Orthesen und rehabilitationstechnischen Geräte ihrer Patienten.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Orthopädietechnik- und RehawerkstättenSanitätshäuserArbeitsorte:WerkstättenWas ist wichtig?Anforderungen:Beobachtungsgenauigkeit (z.B. kleine Abweichungen bei der Überprüfung von Prothesen erkennen) Handwerkliches Geschick (z.B. Bauteile mit textilen Stoffen polstern) Technisches Verständnis (z.B. Wartungsarbeiten an Prothesen durchführen)Schulfächer:Werken/Technik (z.B. um Materialien mit Werkzeugen und Maschinen zu bearbeiten)Mathematik (z.B. um Berechnungen von Maßen durchzuführen)Biologie (z.B. anatomische Grundlagen zur Herstellung von Prothesen)Deutsch (z.B. um Patienten/Patientinnen zu betreuen)Welche Voraussetzungen braucht man für die Ausbildung?Die Ausbildung zum Fachpraktiker beziehungsweise zur Fachpraktiker/in für Orthopädietechnik kann man auch ohne Schulabschluss beginnen.Die Agentur für Arbeit stellt fest, wer sich dafür eignet.Was lernt man in der Ausbildung?Die Auszubildenden lernen beispielsweise:wie man technische Unterlagen anwendet und Skizzen anfertigtwie man mit Werkzeugen, Maschinen und technischen Einrichtungen umgeht und diese reinigt und instand hältwie man Werkstoffe und Materialien misst, prüft, einsetzt und bearbeitetwas beim Zusammenfügen von Bauteilen zu beachten istwie man Materialien maschinell und von Hand bearbeitet und Oberflächen behandeltwie man den Materialbestand kontrolliertwas man über die Betreuung von Patienten wissen musswie man Schnittmuster herstellt, Nähfertigungstechniken anwendet und individuell gefertigte Hilfsmittel zur Kompressionstherapie herstelltwie man orthopädietechnische Hilfsmittel herstelltwie man Prothesen, Orthesen und rehabilitationstechnische Geräte instand hält
Studiengänge, die zu diesem Beruf führen
Feld Medizin, Gesundheitswissenschaften →Der Beruf Fachpraktiker/Fachpraktikerin für Orthopädietechnik (§66 BBiG/§42r HwO) in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Medizin, Gesundheitswissenschaften:
Advanced Healthcare
Master · Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Advanced Nursing Practice
Master · Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg
Advanced Nursing Practice
Master · Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Advanced Practice Nursing
Master · Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen
Angewandte Hebammenwissenschaft Midwifery
Bachelor · Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen
Angewandte Pflegewissenschaft
Bachelor · Jade Hochschule
Detaillierte Informationen
▶ Medien
Enable Me. Leben mit Behinderung oder chronischer Krankheit.Individualisierte Medizin durch MedizintechnikKompetenzzentrum Digitales HandwerkOrthopädie TechnikOrthopädie und Unfallchirurgie - Mitteilungen und Nachrichten (OUMN)Orthopädische Nachrichten - Fachportal für OrthopädieREHADAT - Informationssystem zur beruflichen TeilhabeVerzeichnis anerkannter Werkstätten für behinderte Menschen
▶ Lernorte
Fachpraktiker/innen für Orthopädietechnik werden in betrieblicher Form oder in Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation ausgebildet.Betriebliche Ausbildung:Ausbildungsbetrieb: WerkstättenBerufsschule: UnterrichtsräumeKönnen Betriebe nicht alle geforderten Ausbildungsinhalte vermitteln, besteht die Möglichkeit, Teile der Ausbildung in überbetriebliche Ausbildungsstätten zu verlagern.Ausbildung in einer Einrichtung der beruflichen Rehabilitation:Ausbildungseinrichtung: Ausbildungswerkstatt, ggf. Ausbildungsfirma der Einrichtung Berufsschule (i.d.R. in die Einrichtung integriert): UnterrichtsräumePraktikumsbetrieb: Werkstätten
▶ Interessen
Folgende Interessen sind wichtig und hilfreich, um diesen Beruf erlernen und ausüben zu können. Die Interessen sind in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit angegeben. Zu jedem Interessenbereich werden zur Veranschaulichung Tätigkeiten genannt.Interesse an praktisch-konkreten Tätigkeitenz.B. Bearbeiten von orthopädischen Hilfsmitteln durch Schleifen oder Nähenz.B. Anfertigen von Gipsabdrücken von fehlgebildeten Gliedmaßenz.B. Erstellen eines Schnittmusters für ein orthopädisches MiederInteresse an organisatorisch-prüfenden Tätigkeitenz.B. Überprüfen der Passform von Bandagen und Kompressionsstrümpfenz.B. Erfassen von Körperformen und schriftliches Festhalten der MessergebnisseInteresse an sozial-beratenden Tätigkeitenz.B. geduldiges Durchführen von Anproben beim Patienten/Patientinnen
▶ Steckbrief
BerufstypAusbildungsberuf für besondere PersonengruppenAusbildungsartDuale Berufsausbildung, geregelt nach Kammerregelungen gemäß §66 Berufsbildungsgesetz (BBiG)/§42r Handwerksordnung (HwO)Ausbildungsdauer 3 JahreLernorteBetrieb und Berufsschule oder Einrichtung der beruflichen RehabilitationWas macht man in diesem Beruf?Fachpraktiker/innen für Orthopädietechnik stellen orthopädietechnische Hilfsmittel her. Dafür wählen sie die passenden Materialien und Werkzeuge aus, bearbeiten diese und fügen sie zusammen. Sie betreuen auch Patienten und Patientinnen, indem sie ihnen z.B. Aufbau, Wirkungsweise und Verwendungszweck der orthopädietechnischen Hilfsmittel beschreiben. Außerdem reparieren sie die Prothesen, Orthesen und rehabilitationstechnischen Geräte ihrer Patienten.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Orthopädietechnik- und RehawerkstättenSanitätshäuserArbeitsorte:WerkstättenWas ist wichtig?Anforderungen:Beobachtungsgenauigkeit (z.B. kleine Abweichungen bei der Überprüfung von Prothesen erkennen) Handwerkliches Geschick (z.B. Bauteile mit textilen Stoffen polstern) Technisches Verständnis (z.B. Wartungsarbeiten an Prothesen durchführen)Schulfächer:Werken/Technik (z.B. um Materialien mit Werkzeugen und Maschinen zu bearbeiten)Mathematik (z.B. um Berechnungen von Maßen durchzuführen)Biologie (z.B. anatomische Grundlagen zur Herstellung von Prothesen)Deutsch (z.B. um Patienten/Patientinnen zu betreuen)Welche Voraussetzungen braucht man für die Ausbildung?Die Ausbildung zum Fa...
▶ Kompetenzen
Wichtige Fertigkeiten und Kenntnisse:AbformenBandagenBiomechanikGroßorthopädieHeilmittelkatalogKleinorthopädieKlinikorthopädieKundenberatung, -betreuungKunststoffverarbeitungMetallbearbeiten, MetallverarbeitenModellierenOrthesenfertigungOrthopädie-, RehatechnikOrthopädische Zurichtungen anbringenProthesenfertigung (Orthopädie)Qualitätsprüfung, QualitätssicherungWartung, Reparatur, InstandhaltungWeitere relevante Fertigkeiten und Kenntnisse:Kompetenzgruppe " Orthopädiewaren, medizinische Artikel"
▶ Ausbildungsdauer
3 Jahre
▶ Ausbildungsaufbau
Beispiel für den Ausbildungsaufbau einer Ausbildung Fachpraktiker/in für OrthopädietechnikAusbildung im Betrieb bzw. in der Einrichtung der beruflichen Rehabilitation:1.-18. Ausbildungsmonat u.a.:Anwenden von Techniken im Herstellungsprozess orthopädietechnischer HilfsmittelAnfertigen und Anwenden technischer UnterlagenHandhaben und Pflegen von Werkzeugen, Maschinen und technischen EinrichtungenBeurteilen, Messen, Prüfen und Einsetzen von WerkstoffenManuelles und maschinelles Bearbeiten von Materialien und Behandeln von OberflächenFügen von BauteilenDarstellen anatomischer, physiologischer, biomechanischer GegebenheitenBetreuen von PatientenInformations- und Kommunikationssysteme einsetzenAnwenden fachbezogener rechtlicher Vorschriften und NormenPlanen und Organisieren von ArbeitsabläufenTeil 1 der gestreckten Abschlussprüfung zum Ende des 2. Ausbildungsjahres19.-36. Ausbildungsmonat u.a.:MaterialwirtschaftOrthopädietechnische Hilfsmittel nach Aufbau, technischen Standards, Wirkungsweise und Verwendungszweck beschreibenDurchführen von Maß-, Fertigungs- und Versorgungstechniken im Bereich Bandagen, KompressionsstrumpfversorgungKonstruieren und Aufbauen von orthopädietechnischen HilfsmittelnInstandhalten von Prothesen, Orthesen und rehabilitationstechnischen GerätenAufgaben im Team planen und bearbeiten; Teamergebnisse abstimmenTeil 2 der gestreckten Abschlussprüfung vor dem Ende der Ausbildung
▶ Ausbildungskosten
Die Kosten einer Ausbildung nach besonderen Regelungen für Menschen mit Behinderungen werden vom Rehabilitationsträger getragen.FörderungsmöglichkeitenNeben der Förderung der Ausbildung durch Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben erhalten die Auszubildenden auch unterhaltssichernde und andere ergänzende Leistungen nach dem Neunten Sozialgesetzbuch (SGB IX).
▶ Ausbildungsinhalte
Während der Ausbildung lernen die Auszubildenden beispielsweise:wie man technische Unterlagen anwendet und Skizzen anfertigtwie man mit Werkzeugen, Maschinen und technischen Einrichtungen umgeht und diese reinigt und instand hältwie man Werkstoffe und Materialien misst, prüft, einsetzt und bearbeitetwas beim Zusammenfügen von Bauteilen zu beachten istwie man Materialien maschinell und von Hand bearbeitet und Oberflächen behandeltwie man den Materialbestand kontrolliertwas man über die Betreuung von Patienten wissen musswie man Schnittmuster herstellt, Nähfertigungstechniken anwendet und individuell gefertigte Hilfsmittel zur Kompressionstherapie herstelltwie man orthopädietechnische Hilfsmittel herstelltwie man Prothesen, Orthesen und rehabilitationstechnische Geräte instand hältDarüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Arbeits- und Tarifrecht, Organisation des Ausbildungsbetriebes sowie Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit und Umweltschutz vermittelt.In der Berufsschule erwirbt man weitere Kenntnisse:in berufsspezifischen Fächernin allgemeinbildenden Fächern wie Rechnen und Wirtschafts- und Sozialkunde
▶ Ausbildungssituation
Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Im Ausbildungs- bzw. PraktikumsbetriebPraktische Mitarbeit (unter Anleitung): z.B. Werkstoffe prüfen, Materialien bearbeiten, rehabilitationstechnische Geräte reparierenUmgebung: Handarbeit bei der Herstellung von Prothesen, Arbeit bei Staub und Dämpfen durch Klebstoffdämpfe und Metallstaub, Geruchseinfluss durch Klebstoffe und HarzeKleidung: z.T. Schutzkleidung (z.B. Atemschutz, Gummihandschuhe, Gehörschutz)Anforderungen: Beobachtungsgenauigkeit (z.B. kleine Abweichungen bei der Überprüfung von Prothesen erkennen) Handwerkliches Geschick (z.B. Bauteile mit textilen Stoffen polstern) Technisches Verständnis (z.B. Wartungsarbeiten an Prothesen durchführen)An der BerufsschuleUnterricht an einem oder zwei Tagen pro Woche oder als Blockunterricht
▶ Ausbildungsvergütung
Findet die Ausbildung in einem Betrieb statt, erhalten die Auszubildenden vom Betrieb eine Ausbildungsvergütung. Bei einer Ausbildung in einer Einrichtung der beruflichen Rehabilitation werden die Auszubildenden durch Leistungen vom Rehabilitationsträger unterstützt.
▶ Wichtige Schulfächer
Gute Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:Werken/Technik: z.B. um Materialien mit Werkzeugen und Maschinen zu bearbeitenMathematik: z.B. um Berechnungen von Maßen durchzuführenBiologie: z.B. anatomische Grundlagen zur Herstellung von ProthesenDeutsch: z.B. um Patienten/Patientinnen zu betreuen
▶ Ausbildungsalternativen
Folgende Ausbildungsalternative bietet sich für den Beruf Fachpraktiker/in für Orthopädietechnik (§66 BBiG/§42r HwO) an:Bereich LederSchäftemacher/Schäftemacherin (§66 BBiG/§42r HwO)Gemeinsamkeit:Nähfertigungstechniken anwenden
▶ Entwicklung der Ausbildung
2020:Ausbildungsregelung über die Berufsausbildung als Fachpraktiker/in für Orthopädietechnik der Handwerkskammer für München und Oberbayern
▶ Arbeits- und Sozialverhalten
Einige Merkmale des Arbeits- und Sozialverhaltens sind gleichermaßen für alle Berufe relevant und werden deshalb nicht gesondert erwähnt. Hierzu gehören: Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Ehrlichkeit, Kritikfähigkeit sowie angemessene Umgangsformen. Zusätzlich sind die nachfolgend genannten berufsspezifischen Merkmale wichtig, um diesen Beruf ausüben zu können.Leistungs- und Einsatzbereitschaft (z.B. Bereitschaft, Routinearbeiten beim Herstellen von Gehhilfen und Rollstühlen gewissenhaft durchzuführen)Sorgfalt (z.B. genaues Anpassen von Prothesen oder Orthesen)Verschwiegenheit (z.B. Stillschweigen wahren über Krankengeschichte und persönliche Daten der Patienten/Patientinnen)Kommunikationsfähigkeit (z.B. Beantworten von Kundenfragen zu Kompressionsstrümpfen und Bandagen)Einfühlungsvermögen (z.B. Feingefühl für das Befinden der Patienten/Patientinnen beim Maßnehmen und Anpassen von Korsetts)Freundlich-gewinnendes Wesen (z.B. angenehmes Auftreten im Kundenkontakt)Kunden- und Serviceorientierung (z.B. Eingehen auf Kundenwünsche bei Passformanproben)
▶ Die Ausbildung im Überblick
Fachpraktiker/in für Orthopädietechnik ist ein Ausbildungsberuf für Menschen mit Behinderungen. Die 3-jährige Ausbildung wird im Handwerk oder in Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation durchgeführt. Die Ausbildung orientiert sich am anerkannten Ausbildungsberuf Orthopädietechnik-Mechaniker/in.Je nach zuständiger Kammer können z.B. Dauer der Ausbildung und Abschlussbezeichnungen unterschiedlich sein.Die Beschreibung des Ausbildungsberufs Fachpraktiker/in für Orthopädietechnik erfolgt auf Grundlage einer Kammerregelung.
▶ Verbände und Organisationen
Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik (BIV)BVMed - Bundesverband Medizintechnologie e.V.Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC)IG Metall (IGM)SPECTARIS - Dt. Ind.-Verband f. opt., medizin. und mechatron. Technologien e.V.
▶ Abschluss-/Berufsbezeichnungen
Abschlussbezeichnungen gemäß Ausbildungsregelungen der zuständigen Stellen, z.B.Fachpraktiker für Orthopädietechnik/Fachpraktikerin für Orthopädietechnik
▶ Perspektiven nach der Ausbildung
Die passende Beschäftigung finden Fachpraktiker/innen für Orthopädietechnik arbeiten vor allem in Orthopädietechnik- und Rehawerkstätten oder in Sanitätshäusern. Dort sind sie mit Aufgaben rund um die Herstellung, Aufbau und Anpassung von orthopädietechnischen Hilfsmitteln, wie z.B. Maße nehmen, Bauteile justieren oder Prothesen instandhalten, betraut.Die Beschäftigungsfähigkeit sichern Für Fachpraktiker/innen für Orthopädietechnik gibt es zahlreiche Möglichkeiten, sich weiterzubilden. Im Laufe des Berufslebens muss man sein Fachwissen immer auf dem neuesten Stand halten und sich beispielsweise über Neuerungen im Bereich Orthopädietechnik, Spanende Metallverformung und Kunststoffbe- und -verarbeitung informieren.Beruflich weiterkommenWer als Fachpraktiker/in für Orthopädietechnik weiterkommen möchte, kann sich unter bestimmten Voraussetzungen nach der Ausbildung beispielsweise in folgendem Beruf weiterqualifizieren:Orthopädietechnik-Mechaniker/Orthopädietechnik-MechanikerinAuskünfte über Anrechnungsmöglichkeiten erteilen die für die jeweilige Berufsausbildung zuständigen Stellen. Informationen zu möglichen Weiterbildungen erteilt die zuständige Agentur für Arbeit.
▶ Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten
Folgende Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten sind wichtig, um den Beruf lernen und ausüben zu können.Fähigkeitennumerisches (rechnerisches) Denken (Beispiele siehe unter Kenntnisse und Fertigkeiten)figural-räumliches Denken (z.B. Erstellen und Anwenden technischer Unterlagen von orthopädietechnischen Hilfsmitteln)Beobachtungsgenauigkeit (z.B. Erkennen von kleinen Abweichungen bei Anprobe und Anpassen von Prothesen)Handgeschick (z.B. Auskleiden von Stützschienen mit Chromleder)Auge-Hand-Koordination (z.B. Zuschneiden und Zusammennähen von Leder und textilen Materialien)Handwerkliches Geschick (z.B. Aufpolstern der Sitzschale eines Rollstuhls mit Schaumstoff und Leder)Technisches Verständnis (z.B. Durchführen von Wartungsarbeiten an Rollstühlen und Krankenbetten)Zeichnerische Befähigung (z.B. Anfertigen von Skizzen und Schnittmustern)Kenntnisse und FertigkeitenRechenfertigkeiten (z.B. Berechnen des Materialbedarfs)Verständnis für mündliche Äußerungen (z.B. Treffen von Absprachen mit Ärzten/Ärztinnen, Physiotherapeuten/-therapeutinnen)Mündliches Ausdrucksvermögen (z.B. Einweisen von Kunden/Kundinnen in die Bedienung oder Handhabung von orthopädietechnischen Hilfsmitteln)
▶ Rechtliche Regelungen für die Ausbildung
Für die Berufsausbildung zum Fachpraktiker für Orthopädietechnik bzw. zur Fachpraktikerin für Orthopädietechnik gibt es keine bundeseinheitliche rechtliche Regelung. Die zuständigen Kammern erlassen ihre Ausbildungsregelungen entsprechend den Hauptausschussempfehlungen des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).Beispiel einer Kammerregelung: Ausbildungsregelung über die Berufsausbildung zum Fachpraktiker für Orthopädietechnik/zur Fachpraktikerin für Orthopädietechnik vom 19.05.2020 (HWK München)Weitere Regelungen der zuständigen Stellen:Verzeichnis der anerkannten Ausbildungsberufe, Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
▶ Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung
Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.Eine Eignungsuntersuchung ist i.d.R. notwendig. Die zuständige Agentur für Arbeit veranlasst diese.
Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit
Häufig gestellte Fragen zu Ortopedi Tekniği Uygulayıcısı
Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer
Was macht ein Fachpraktiker/Fachpraktikerin für Orthopädietechnik (§66 BBiG/§42r HwO) in Deutschland? ▼
Was macht man in diesem Beruf?Fachpraktiker/innen für Orthopädietechnik stellen orthopädietechnische Hilfsmittel her. Dafür wählen sie die passenden Materialien und Werkzeuge aus, bearbeiten diese und fügen sie zusammen. Sie betreuen auch Patienten und Patientinnen, indem sie ihnen z.B. Aufbau, Wirkungsweise und Verwendungszweck der orthopädietechnischen Hilfsmittel beschreiben. Außerdem reparieren sie die Prothesen, Orthesen und rehabilitationstechnischen Geräte ihrer Patienten.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Orthopädietechnik- und RehawerkstättenSanitätshäuserArbeitsorte:WerkstättenWas ist wichtig?Anforderungen:Beobachtungsgenauigkeit (z.B. kleine Abweichungen bei der Überprüfung von Prothesen erkennen) Handwerkliches Geschick (z.B. Bauteile mit textilen Stoffen polstern) Technisches Verständnis (z.B. Wartungsarbeiten an Prothesen durchführen)Schulfächer:Werken/Technik (z.B. um Materialien mit Werkzeugen und Maschinen zu bearbeiten)Mathematik (z.B. um Berechnungen von Maßen durchzuführen)Biologie (z.B. anatomische Grundlagen zur Herstellung von Prothesen)Deutsch (z.B. um Patienten/Patientinnen zu betreuen)Welche Voraussetzungen braucht man für die Ausbildung?Die Ausbildung zum Fachpraktiker beziehungsweise zur Fachpraktiker/in für Orthopädietechnik kann man auch ohne Schulabschluss beginnen.Die Agentur für Arbeit stellt fest, wer sich dafür eignet.Was lernt man in der Ausbildung?Die Auszubildenden lernen beispielsweise:wie man technische Unterlagen anwendet und Skizzen anfertigtwie man mit Werkzeugen, Maschinen und technischen Einrichtungen umgeht und diese reinigt und instand hältwie man Werkstoffe und Materialien misst, prüft, einsetzt und bearbeitetwas beim Zusammenfügen von Bauteilen zu beachten istwie man Materialien maschinell und von Hand bearbeitet und Oberflächen behandeltwie man den Materialbestand kontrolliertwas man über die Betreuung von Patienten wissen musswie man Schnittmuster herstellt, Nähfertigungstechniken anwendet und individuell gefertigte Hilfsmittel zur Kompressionstherapie herstelltwie man orthopädietechnische Hilfsmittel herstelltwie man Prothesen, Orthesen und rehabilitationstechnische Geräte instand hält
Ist Fachpraktiker/Fachpraktikerin für Orthopädietechnik (§66 BBiG/§42r HwO) eine Ausbildung oder ein Studienberuf? ▼
In Deutschland folgt "Fachpraktiker/Fachpraktikerin für Orthopädietechnik (§66 BBiG/§42r HwO)" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich.
Wie kann ich in Deutschland als Fachpraktiker/Fachpraktikerin für Orthopädietechnik (§66 BBiG/§42r HwO) qualifiziert werden? ▼
In Deutschland folgt "Fachpraktiker/Fachpraktikerin für Orthopädietechnik (§66 BBiG/§42r HwO)" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich. Ausländische Bewerber sollten vor der Bewerbung außerdem die Anerkennung des Abschlusses über anabin.kmk.org prüfen.
Wo arbeiten Fachpraktiker/Fachpraktikerin für Orthopädietechnik (§66 BBiG/§42r HwO) in Deutschland typischerweise? ▼
Fachpraktiker/innen für Orthopädietechnik werden in betrieblicher Form oder in Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation ausgebildet.Betriebliche Ausbildung:Ausbildungsbetrieb: WerkstättenBerufsschule: UnterrichtsräumeKönnen Betriebe nicht alle geforderten Ausbildungsinhalte vermitteln, besteht die Möglichkeit, Teile der Ausbildung in überbetriebliche Ausbildungsstätten zu verlagern.Ausbildung in einer Einrichtung der beruflichen Rehabilitation:Ausbildungseinrichtung: Ausbildungswerkstatt, ggf. Ausbildungsfirma der Einrichtung Berufsschule (i.d.R. in die Einrichtung integriert): UnterrichtsräumePraktikumsbetrieb: Werkstätten
Wie hoch ist das typische Gehalt für Fachpraktiker/Fachpraktikerin für Orthopädietechnik (§66 BBiG/§42r HwO) in Deutschland? ▼
Gehälter variieren je nach Region, Betriebsgröße und Erfahrung. Aktuelle Zahlen liefern BERUFENET oder Gehaltsportale wie gehalt.de und stepstone.de Gehaltsreport.