Gold- und Silberschmied/Gold- und Silberschmiedin Fachrichtung Silberschmieden
Gold- und Silberschmied/in - Silberschmieden
Was ist Gümüş ve Altın Ustası (Gümüş İşleme Uzmanlığı)?
Steckbrief
Berufstyp: Anerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung in Handwerk und Industrie (geregelt durch Ausbildungsverordnung) Ausbildungsdauer: 3,5 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)
Beschreibung (Deutsch)
Was macht man in diesem Beruf?Gold- und Silberschmiede und -schmiedinnen der Fachrichtung Silberschmieden fertigen z.B. liturgische und profane Gefäße, Leuchter, Besteck aber auch Schmuck aus Silber oder unedlen Metallen wie Kupfer oder Messing, die sie z.T. versilbern. Sie arbeiten nach eigenen Entwürfen, Vorlagen oder Kundenwünschen. Das Material, z.B. Silberbleche, bringen sie beispielsweise durch Schmieden, Hämmern, Abkanten oder Gießen in die gewünschte Form. Sie fügen Gegenstände z.B. durch Löten zusammen und bringen Verschlüsse, Deckel oder Bewegungsmechaniken an, z.B. für Etuis oder Dosen. Die Oberflächen gestalten sie durch Schleifen, Polieren, Ziselieren, Emaillieren oder durch Auflöten von Drähten oder Blechen. Neben Neuanfertigungen reparieren sie Silberobjekte oder arbeiten sie um. In der Industrie werden Silberwaren teilweise maschinell und in Serie produziert. Hier stellen Gold- und Silberschmiede und -schmiedinnen der Fachrichtung Silberschmieden Modelle her, stellen Maschinen ein und überwachen die Fertigung.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Gold- und Silberschmiede und -schmiedinnen der Fachrichtung Silberschmieden finden Beschäftigungin handwerklichen Silberschmiedewerkstättenin der Silberwaren herstellenden Industriein Restaurierungswerkstättenin Juweliergeschäftenin Pfand- bzw. AuktionshäusernArbeitsorte:Gold- und Silberschmiede und -schmiedinnen der Fachrichtung Silberschmieden arbeiten in erster Liniein Werkstättenin Produktionshallen (bei Beschäftigung in der Industrie)Darüber hinaus arbeiten sie ggf. auchin Verkaufsräumen von JuweliergeschäftenWelcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben.Worauf kommt es an?Anforderungen: Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination (z.B. beim Schmieden von Werkstücken, beim Montieren von Bewegungsmechaniken)Sorgfalt (z.B. beim Feinschleifen, Reinigen und Polieren von Werkstücken) Beobachtungsgenauigkeit (z.B. Erkennen von Oberflächenunebenheiten)Zeichnerische Fähigkeiten (z.B. beim Anfertigen von Skizzen und Detailzeichnungen) Kreativität und Sinn für Ästhetik (z.B. beim Entwerfen von Gerät und Dekorationen, beim Emaillieren)Schulfächer:Werken/Technik (z.B. um Metalle zu walzen, zu biegen und zu hämmern oder Werkstücke zu verbinden)Chemie (z.B. chemische Vorgänge beim Legieren oder Tempern von Metallen)Deutsch (z.B. um Kunden/Kundinnen zu beraten oder Kundenwünsche umzusetzen)Kunst (z.B. um Schmuck oder dekorative Emailarbeiten zu gestalten)Was verdient man in der Ausbildung?Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:1. Ausbildungsjahr: 1.267 € (Industrie)2. Ausbildungsjahr: 1.338 € (Industrie)3. Ausbildungsjahr: 1.443 € (Industrie)4. Ausbildungsjahr: 1.514 € (Industrie)
Studiengänge, die zu diesem Beruf führen
Feld Kunst, Kunstwissenschaft →Der Beruf Gold- und Silberschmied/Gold- und Silberschmiedin Fachrichtung Silberschmieden in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Kunst, Kunstwissenschaft:
– Church Music
Master · Hochschule für Musik Freiburg
– Elemental Music Pedagogy
Master · Hochschule für Musik Freiburg
3D Animation for Film and Games
Master · Technische Hochschule Köln
Accessory Design
Bachelor · Hochschule Pforzheim
Accordion
Bachelor · Hochschule für Musik Würzburg
Accordion
Master · Hochschule für Musik Würzburg
Detaillierte Informationen
▶ Lernorte
Gold- und Silberschmiede und -schmiedinnen der Fachrichtung Silberschmieden werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sind:Ausbildungsbetrieb (i.d.R. Silberschmiedewerkstätten des Handwerks oder Unternehmen der Schmuckindustrie): Werkstätten, WerkhallenBerufsschule: UnterrichtsräumeKönnen Betriebe nicht alle geforderten Ausbildungsinhalte vermitteln, besteht die Möglichkeit, Teile der Ausbildung in überbetriebliche Ausbildungsstätten zu verlagern.Hinweis: Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit:für die Länder Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein in Hamburg (Hamburg):Berufliche Schule Farmsen Medien Technik (BS 19)für die Länder Brandenburg (Auszubildende aus dem Umkreis Berlin besuchen nach Absprachen zwischen Berlin und Brandenburg die Berufsschule in Berlin), Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in Arnstadt (Thüringen): Staatliches Berufsschulzentrum Arnstadt-IlmenauQuelle: Übersicht länderübergreifender Fachklassen (Stand: 27.03.2025)
▶ Steckbrief
BerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung in Handwerk und Industrie (geregelt durch Ausbildungsverordnung)Ausbildungsdauer 3,5 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)Was macht man in diesem Beruf?Gold- und Silberschmiede und -schmiedinnen der Fachrichtung Silberschmieden fertigen z.B. liturgische und profane Gefäße, Leuchter, Besteck aber auch Schmuck aus Silber oder unedlen Metallen wie Kupfer oder Messing, die sie z.T. versilbern. Sie arbeiten nach eigenen Entwürfen, Vorlagen oder Kundenwünschen. Das Material, z.B. Silberbleche, bringen sie beispielsweise durch Schmieden, Hämmern, Abkanten oder Gießen in die gewünschte Form. Sie fügen Gegenstände z.B. durch Löten zusammen und bringen Verschlüsse, Deckel oder Bewegungsmechaniken an, z.B. für Etuis oder Dosen. Die Oberflächen gestalten sie durch Schleifen, Polieren, Ziselieren, Emaillieren oder durch Auflöten von Drähten oder Blechen. Neben Neuanfertigungen reparieren sie Silberobjekte oder arbeiten sie um. In der Industrie werden Silberwaren teilweise maschinell und in Serie produziert. Hier stellen Gold- und Silberschmiede und -schmiedinnen der Fachrichtung Silberschmieden Modelle her, stellen Maschinen ein und überwachen die Fertigung.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Gold- und Silberschmiede und -schmiedinnen der Fachrichtung Silberschmieden finden Beschäftigungin handwerklichen Silberschmiedewerkstättenin der Silberwaren herstellenden Industriein Restaurierungsw...
▶ BERUF AKTUELL
BerufsbezeichnungGold- und Silberschmied/in der Fachrichtung SilberschmiedenWas macht man in diesem Beruf?Gold- und Silberschmiede und -schmiedinnen der Fachrichtung Silberschmieden fertigen z.B. liturgische und profane Gefäße, Leuchter, Besteck aber auch Schmuck aus Silber oder unedlen Metallen wie Kupfer oder Messing, die sie z.T. versilbern. Sie arbeiten nach eigenen Entwürfen, Vorlagen oder Kundenwünschen. Das Material, z.B. Silberbleche, bringen sie beispielsweise durch Schmieden, Hämmern, Abkanten oder Gießen in die gewünschte Form. Sie fügen Gegenstände z.B. durch Löten zusammen und bringen Verschlüsse, Deckel oder Bewegungsmechaniken an, z.B. für Etuis oder Dosen. Die Oberflächen gestalten sie durch Schleifen, Polieren, Ziselieren, Emaillieren oder durch Auflöten von Drähten oder Blechen. Neben Neuanfertigungen reparieren sie Silberobjekte oder arbeiten sie um. In der Industrie werden Silberwaren teilweise maschinell und in Serie produziert. Hier stellen Gold- und Silberschmiede und -schmiedinnen der Fachrichtung Silberschmieden Modelle her, stellen Maschinen ein und überwachen die Fertigung.Wo arbeitet man?Gold- und Silberschmiede und -schmiedinnen der Fachrichtung Silberschmieden finden Beschäftigungin handwerklichen Silberschmiedewerkstättenin der Silberwaren herstellenden Industriein Restaurierungswerkstättenin Juweliergeschäftenin Pfand- bzw. AuktionshäusernWeitereBerufe im KunsthandwerkBerufe mit EdelsteinenBerufe mit SchmuckBerufe rund um Design und Gestaltung
▶ Ausbildungsdauer
3,5 Jahre
▶ Ausbildungsaufbau
Die Ausbildung wird parallel im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule durchgeführt. Der Berufsschulunterricht findet an bestimmten Wochentagen oder in Blockform statt.Auszug aus dem Ausbildungsrahmenplan und dem Rahmenlehrplan1. bis 18. AusbildungsmonatAusbildung im Betrieb und nach Bedarf in überbetrieblichen Lehrgängen:Planen und Vorbereiten von ArbeitsabläufenErstellen und Anwenden von technischen UnterlagenEinsetzen und Warten von Werkzeugen, Maschinen und AnlagenZuordnen von Edelsteinen, organischen Stoffen sowie anderen Besatzmaterialien zu Schmuck oder zu GerätEntwerfen von Schmuck oder von GerätAnwenden von Fertigungstechnikencomputergestütztes Konstruieren sowie Fertigen von Schmuck oder von GerätBearbeiten von OberflächenHerstellen von Fassungen sowie Fassen von Edelsteinen, organischen Stoffen und anderen BesatzmaterialienDurchführen von qualitätssichernden MaßnahmenBeraten von Kunden und Kundinnen und Anbieten von Leistungen1. und 2. AusbildungsjahrAusbildung in der Berufsschule in den Lerngebieten:1. Ausbildungsjahr:Beruf und Betrieb präsentiereneinteilige Werkstücke mit handgeführten Werkzeugen herstelleneinteilige Werkstücke maschinengestützt herstelleneinteilige Werkstücke computergestützt entwerfenEdel- und Schmucksteine auswählen2. Ausbildungsjahr:Schmuck und Gerät durch Umformen herstellenSchmuck und Gerät durch Fügen herstellen und Oberflächen bearbeitenhohle Schmuckelemente, Fassungen und Gerät aus Abwicklungen herstellenSchmuck und Gerät computerges...
▶ Ausbildungskosten
Für die Durchführung der Ausbildung werden keine Kosten erhoben. Der ausbildende Betrieb stellt die für den betrieblichen Teil der Ausbildung benötigten Ausbildungsmittel zur Verfügung und bezahlt die Prüfungsgebühren.Soweit nicht anders geregelt, müssen die Auszubildenden die Kosten der Lernmittel für den Unterricht in der Berufsschule und für Berufskleidung selber tragen. Zudem können Kosten entstehen, wenn Ausbildungsstätten vom Wohnort entfernt sind.FörderungsmöglichkeitenIn bestimmten Lebenssituationen können die Auszubildenden Berufsausbildungsbeihilfe erhalten.Weitere Informationen:Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)
▶ Ausbildungsinhalte
Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:wie man Skizzen, Entwurfs- und Fertigungszeichnungen, auch rechnergestützt, anfertigt, auswertet und umsetztWerkzeuge, Maschinen und Anlagen nach Verwendungszweck auszuwählen, in Betrieb zu nehmen, zu bedienen, zu pflegen und zu wartenMetalle zu schmelzen und zu gießen, Halbzeuge und Werkstücke durch Feilen, Bohren, Biegen, Schmieden, Treiben oder Ziehen zu bearbeiten und durch Löten, Nieten, Schweißen, Kleben zu verbindenwie man CAD-, 2-D- und 3-D-Konstruktionen erstellt, die Datensätze konvertiert, an Maschinensoftware übermittelt, computergestützte Maschinen einrichtet und Modelle und Rohlinge fertigtwelche Verfahren der Oberflächenbearbeitung es gibt, wie sie angewendet werden und was der Zweck ist (Schutz, Gestaltung)welche Fassungen für welche Edelsteine geeignet sind und wie Edelsteine gefasst werdenwie man Schmuck und Gerät aufarbeitet beziehungsweise repariert Gerät oder Objekte aus Silber zu entwerfen, dabei Detailzeichnungen zu erstellen, Abwicklungen zu berechnen und maßstabsgerechte Modelle aus Papier, Pappe oder mittels 3-D-Druck anzufertigenwie man Schmiede- und Treibwerkzeuge, Hilfswerkzeuge und Anlageschablonen herstelltwie Körper nach Anlegeschablonen, durch Schmieden oder Gießen geformt werden, wie Besteck und liturgisches Gerät hergestellt wird und wie man Emailarbeiten durchführt welche statischen und funktionalen Aspekte bei der Anfertigung von Gerät zu beachten sind und wie Deckel, Verschlüs...
▶ Ausbildungssituation
Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Im BetriebPraktische Mitarbeit (unter Anleitung): z.B. Metallkörper formen, Werkstücke mit Email dekorieren, Oberflächen durch Ziselieren gestalten, Verschlüsse, Mechaniken, Tüllen, Deckel montieren Umgebung: in Werkhallen und -stätten an gut ausgeleuchteten Arbeitstischen, Feinstaub, z.T. unangenehme Gerüche, z.T. MaschinenlärmKleidung: z.T. Schutzkleidung (z.B. Schutzhandschuhe, Schutzbrille, Arbeitskittel, ggf. Atemschutzmaske, Gehörschutz)Arbeitszeit: in Industriebetrieben z.T. SchichtarbeitAnforderungen: Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination (z.B. beim Schmieden von Werkstücken oder beim Montieren von Bewegungsmechaniken)Sorgfalt (z.B. beim Feinschleifen, Reinigen und Polieren von Werkstücken) Beobachtungsgenauigkeit (z.B. Erkennen von Oberflächenunebenheiten)Zeichnerische Fähigkeiten (z.B. beim Anfertigen von Skizzen und Detailzeichnungen) Kreativität und Sinn für Ästhetik (z.B. beim Entwerfen von Gerät und Dekorationen, beim Emaillieren)An der BerufsschuleUnterricht an einem oder zwei Tagen pro Woche oder als Blockunterricht
▶ Ausbildung im Ausland
Auszubildende können Teile der Ausbildung im Ausland absolvieren, z.B.:Verschiedene europäische LänderAuslandspraktikum im Rahmen der Zusatzqualifikation "Europaassistent/in"Dauer: mindestens 3 WochenZugangsvoraussetzung: mittlerer Bildungsabschluss Weitere Informationen zur Zusatzqualifikation Europaassistent/in
▶ Ausbildungsvergütung
Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Findet die Ausbildung in schulischer Form statt (z.B. an einer Berufsfachschule oder im 1. Ausbildungsjahr als Berufsgrundbildungsjahr BGJ), wird keine Ausbildungsvergütung gezahlt.Beispiel Schmuck-, Uhren- und Edelmetallindustrie (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.267 €2. Ausbildungsjahr: 1.338 €3. Ausbildungsjahr: 1.443 €4. Ausbildungsjahr: 1.514 €Quelle:IG Metall, Stand April 2025Aktuell besteht nur im Bundesland Baden-Württemberg eine tarifvertragliche Regelung für die Industrie.Im Bereich Handwerk liegen derzeit keine tarifvertraglichen Vereinbarungen vor.Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Wichtige Schulfächer
Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:Werken/ Technik: z.B. um Metalle zu walzen, zu biegen und zu hämmern oder Werkstücke zu verbindenChemie: z.B. chemische Vorgänge beim Legieren oder Tempern von MetallenDeutsch: z.B. um Kunden/Kundinnen zu beraten oder Kundenwünsche umzusetzenKunst: z.B. um Schmuck oder dekorative Emailarbeiten zu gestalten
▶ Zusatzqualifikationen
Die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in" richtet sich an Auszubildende mit mindestens einem mittleren Bildungsabschluss. Sie erweitert die Erstausbildung um interkulturelle Kompetenzen und bietet den Auszubildenden die Möglichkeit, Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern. Dazu besuchen die Auszubildenden zusätzlichen Berufsschulunterricht, z.B. im Europäischen Waren- und Wirtschaftsrecht, und absolvieren ein mehrwöchiges Praktikum im Ausland. Die zuständige Kammer erteilt weitere Informationen, z.B.:Europaassistent/in
▶ Ausbildungsalternativen
Folgende Ausbildungsalternativen bieten sich für den Beruf Gold- und Silberschmied/in der Fachrichtung Silberschmieden an:Bereich SchmuckEdelsteinfasser/EdelsteinfasserinGold- und Silberschmied/Gold- und Silberschmiedin Fachrichtung GoldschmiedenGemeinsamkeit:Schmuck entwerfen und fertigen; dabei Edelmetall mit ähnlichen Techniken bearbeitenBereich KunsthandwerkMetallbildner/Metallbildnerin Fachrichtung GürtlertechnikMetallbildner/Metallbildnerin Fachrichtung MetalldrücktechnikMetallbildner/Metallbildnerin Fachrichtung ZiseliertechnikGraveur/GraveurinGemeinsamkeit:Schmuckgegenstände bzw. kunsthandwerkliche Werkstücke gestalten und (Edel-)Metalle bearbeiten
▶ Entwicklung der Ausbildung
1934:Erstmals Eintrag im Verzeichnis der Gewerbe, die handwerksmäßig betrieben werden können1937:Anerkennung als Lehrberuf in der Industrie1992:Ausbildungsordnung nach dem Berufsbildungsgesetz tritt in KraftGemeinsame Basis für die Ausbildung in Industrie und HandwerkWahl zwischen den Schwerpunkten Metall und Email 2020:Novellierung des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. Einführung einer Mindestausbildungsvergütung; Erweiterung der Möglichkeit, Ausbildungen in Teilzeit zu absolvieren.2024:Inkrafttreten des Berufsbildungsvalidierungs- und -digitalisierungsgesetzes mit Anpassungen im Berufsbildungsgesetz (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. gesetzliche Verankerung der Möglichkeit des digitalen mobilen Ausbildens; Einführung eines Feststellungs- und Bescheinigungsverfahrens (Berufsvalidierung) der individuellen beruflichen Handlungsfähigkeit am Maßstab eines anerkannten Ausbildungsberufs unabhängig von einem formalen Berufsausbildungsabschluss.2025:Neue, modernisierte Ausbildungsordnung. Die Berufe Silberschmied/in und Goldschmied/in werden zum neuen Beruf Gold- und Silberschmied/in mit den Fachrichtungen "Silberschmieden" und "Goldschmieden" zusammengefasst. Die Inhalte der Schwerpunkte "Email" und "Metall" der bisherigen Ausbildung Silberschmied/in wurden in die neue Fachrichtung "Silberschmieden" integriert.Aufhebung des Vorläuferberufs Silberschmied/Silberschmiedin
▶ Die Ausbildung im Überblick
Gold- und Silberschmied/in der Fachrichtung Silberschmieden ist ein 3,5-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf im Handwerk und in der Industrie.
▶ Abschluss-/Berufsbezeichnungen
AbschlussbezeichnungGold- und Silberschmied/Gold- und Silberschmiedin Fachrichtung Silberschmieden
▶ Perspektiven nach der Ausbildung
Mit Zusatzqualifikationen Chancen verbessernEine gute Startposition können sich angehende Gold- und Silberschmiede und -schmiedinnen der Fachrichtung Silberschmieden verschaffen, indem sie bereits während ihrer Ausbildung Zusatzqualifikationen erwerben, z.B. im Bereich Europäisches Waren- und Wirtschaftsrecht durch die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in".Die passende Beschäftigung finden Nach ihrer Ausbildung arbeiten Gold- und Silberschmiede und -schmiedinnen der Fachrichtung Silberschmieden in Silberschmiedewerkstätten, in der Silberwaren herstellenden Industrie oder in Restaurierungswerkstätten.Die Beschäftigungsfähigkeit sichern Durch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern. Das Themenspektrum reicht dabei von Metallbearbeitung bis hin zu Produktgestaltung.Beruflich weiterkommenEine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, die Prüfung als Gold- und Silberschmiedemeister/in abzulegen. Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Schmuckdesign erwerben. Sich selbstständig machenAuch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. mit einem Silberschmiedebetrieb oder einem Juweliergeschäft mit Werkstatt.
▶ Schulische Vorbildung in der Praxis
Im Jahr 2024 gab es im Vorläuferberuf Silberschmied bzw. Silberschmiedin keine Ausbildungsanfänger bzw. -anfängerinnen.Quelle:Die Angaben orientieren sich an den Informationen des Datensystems Auszubildende (DAZUBI) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).
▶ Rechtliche Regelungen für die Ausbildung
Rechtsvorschriften und Empfehlungen zur AusbildungVerordnung über die Berufsausbildung zum Gold- und Silberschmied und zur Gold- und Silberschmiedin (Gold- und Silberschmied-Ausbildungsverordnung - GoSiAusbV), verkündet als Artikel 1 der Verordnung vom 20.03.2025 (BGBl. 2025 I Nr. 93)Rahmenlehrplan für die Ausbildungsberufe Gold- und Silberschmied und Gold- und Silberschmiedin, Edelsteinfasser und Edelsteinfasserin (Beschluss der Bildungsministerkonferenz vom 07.04.2025 für die Kultusministerkonferenz)
▶ Ausbildungsvergütung (Baden-Württemberg)
Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Die Angemessenheit einer Ausbildungsvergütung wird für Ausbildungen, die in 2020 und später beginnen, durch das Berufsbildungsgesetz über die Mindestvergütung geregelt.Beispiel Schmuck-, Uhren- und Edelmetallindustrie (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.267 €2. Ausbildungsjahr: 1.338 €3. Ausbildungsjahr: 1.443 €4. Ausbildungsjahr: 1.514 €Quelle:IG Metall, Stand April 2025Im Bereich Handwerk liegen derzeit keine tarifvertraglichen Vereinbarungen vor.Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung
Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit
Häufig gestellte Fragen zu Gümüş ve Altın Ustası (Gümüş İşleme Uzmanlığı)
Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer
Was macht ein Gold- und Silberschmied/Gold- und Silberschmiedin Fachrichtung Silberschmieden in Deutschland? ▼
Was macht man in diesem Beruf?Gold- und Silberschmiede und -schmiedinnen der Fachrichtung Silberschmieden fertigen z.B. liturgische und profane Gefäße, Leuchter, Besteck aber auch Schmuck aus Silber oder unedlen Metallen wie Kupfer oder Messing, die sie z.T. versilbern. Sie arbeiten nach eigenen Entwürfen, Vorlagen oder Kundenwünschen. Das Material, z.B. Silberbleche, bringen sie beispielsweise durch Schmieden, Hämmern, Abkanten oder Gießen in die gewünschte Form. Sie fügen Gegenstände z.B. durch Löten zusammen und bringen Verschlüsse, Deckel oder Bewegungsmechaniken an, z.B. für Etuis oder Dosen. Die Oberflächen gestalten sie durch Schleifen, Polieren, Ziselieren, Emaillieren oder durch Auflöten von Drähten oder Blechen. Neben Neuanfertigungen reparieren sie Silberobjekte oder arbeiten sie um. In der Industrie werden Silberwaren teilweise maschinell und in Serie produziert. Hier stellen Gold- und Silberschmiede und -schmiedinnen der Fachrichtung Silberschmieden Modelle her, stellen Maschinen ein und überwachen die Fertigung.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Gold- und Silberschmiede und -schmiedinnen der Fachrichtung Silberschmieden finden Beschäftigungin handwerklichen Silberschmiedewerkstättenin der Silberwaren herstellenden Industriein Restaurierungswerkstättenin Juweliergeschäftenin Pfand- bzw. AuktionshäusernArbeitsorte:Gold- und Silberschmiede und -schmiedinnen der Fachrichtung Silberschmieden arbeiten in erster Liniein Werkstättenin Produktionshallen (bei Beschäftigung in der Industrie)Darüber hinaus arbeiten sie ggf. auchin Verkaufsräumen von JuweliergeschäftenWelcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben.Worauf kommt es an?Anforderungen: Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination (z.B. beim Schmieden von Werkstücken, beim Montieren von Bewegungsmechaniken)Sorgfalt (z.B. beim Feinschleifen, Reinigen und Polieren von Werkstücken) Beobachtungsgenauigkeit (z.B. Erkennen von Oberflächenunebenheiten)Zeichnerische Fähigkeiten (z.B. beim Anfertigen von Skizzen und Detailzeichnungen) Kreativität und Sinn für Ästhetik (z.B. beim Entwerfen von Gerät und Dekorationen, beim Emaillieren)Schulfächer:Werken/Technik (z.B. um Metalle zu walzen, zu biegen und zu hämmern oder Werkstücke zu verbinden)Chemie (z.B. chemische Vorgänge beim Legieren oder Tempern von Metallen)Deutsch (z.B. um Kunden/Kundinnen zu beraten oder Kundenwünsche umzusetzen)Kunst (z.B. um Schmuck oder dekorative Emailarbeiten zu gestalten)Was verdient man in der Ausbildung?Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:1. Ausbildungsjahr: 1.267 € (Industrie)2. Ausbildungsjahr: 1.338 € (Industrie)3. Ausbildungsjahr: 1.443 € (Industrie)4. Ausbildungsjahr: 1.514 € (Industrie)
Ist Gold- und Silberschmied/Gold- und Silberschmiedin Fachrichtung Silberschmieden eine Ausbildung oder ein Studienberuf? ▼
In Deutschland folgt "Gold- und Silberschmied/Gold- und Silberschmiedin Fachrichtung Silberschmieden" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich.
Wie kann ich in Deutschland als Gold- und Silberschmied/Gold- und Silberschmiedin Fachrichtung Silberschmieden qualifiziert werden? ▼
In Deutschland folgt "Gold- und Silberschmied/Gold- und Silberschmiedin Fachrichtung Silberschmieden" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich. Ausländische Bewerber sollten vor der Bewerbung außerdem die Anerkennung des Abschlusses über anabin.kmk.org prüfen.
Wo arbeiten Gold- und Silberschmied/Gold- und Silberschmiedin Fachrichtung Silberschmieden in Deutschland typischerweise? ▼
Gold- und Silberschmiede und -schmiedinnen der Fachrichtung Silberschmieden werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sind:Ausbildungsbetrieb (i.d.R. Silberschmiedewerkstätten des Handwerks oder Unternehmen der Schmuckindustrie): Werkstätten, WerkhallenBerufsschule: UnterrichtsräumeKönnen Betriebe nicht alle geforderten Ausbildungsinhalte vermitteln, besteht die Möglichkeit, Teile der Ausbildung in überbetriebliche Ausbildungsstätten zu verlagern.Hinweis: Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit:für die Länder Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein in Hamburg (Hamburg):Berufliche Schule Farmsen Medien Technik (BS 19)für die Länder Brandenburg (Auszubildende aus dem Umkreis Berlin besuchen nach Absprachen zwischen Berlin und Brandenburg die Berufsschule in Berlin), Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in Arnstadt (Thüringen): Staatliches Berufsschulzentrum Arnstadt-IlmenauQuelle: Übersicht länderübergreifender Fachklassen (Stand: 27.03.2025)
Wie hoch ist das typische Gehalt für Gold- und Silberschmied/Gold- und Silberschmiedin Fachrichtung Silberschmieden in Deutschland? ▼
Gehälter variieren je nach Region, Betriebsgröße und Erfahrung. Aktuelle Zahlen liefern BERUFENET oder Gehaltsportale wie gehalt.de und stepstone.de Gehaltsreport.