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Orthopädietechnik-Mechaniker/Orthopädietechnik-Mechanikerin

Orthopädietechnik-Mechaniker/in

Ausbildung Medizin, Gesundheitswissenschaften KldB B 82512

Was ist Ortopedi Teknisyeni?

Was macht man in diesem Beruf?Orthopädietechnik-Mechaniker/innen stellen die verschiedensten orthopädietechnischen Hilfsmittel her und passen sie den Bedürfnissen der Patienten an. Je nach Schwerpunkt fertigen sie vor allem künstliche Gliedmaßen (Prothesen), Konstruktionen zur Unterstützung von Rumpf, Armen und Beinen (Orthesen) sowie spezielle Bandagen oder Erzeugnisse der Rehatechnik wie Rollstühle oder Krankenbetten an. Sie beurteilen die Krankheitsbilder und beraten Patienten bei der Wahl des passenden Hilfsmittels, nehmen Maß, erstellen Konstruktionszeichnungen und Modelle. Dabei verarbeiten sie Materialien wie Metall, Kunststoff, Holz, Gießharze oder Textilien maschinell und von Hand. Schließlich justieren sie die orthopädischen Hilfsmittel und erklären den Patienten die Bedienung oder Handhabung.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Orthopädietechnik-Mechaniker/innen finden Beschäftigungin Betrieben des Orthopädietechniker-Handwerksbei Herstellern orthopädietechnischer Hilfsmittelin SanitätshäusernArbeitsorte:Orthopädietechnik-Mechaniker/innen arbeiten in erster Liniein Werkstättenin Verkaufsräumen von Sanitätshäusernin Krankenhäusernbeim KundenWelcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)ohne Hauptschulabschluss* [1.0%]Hauptschulabschluss* [10.0%]10mittlerer Bildungsabschluss [45.0%]45Hochschulreife [42.0%]42Sonstige [2.0%]*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussWorauf kommt es an?Anforderungen:Handwerkliches Geschick (z.B. beim Bearbeiten von Metall, Kunststoff oder Holz für die Herstellung orthopädischer Hilfsmittel) Sorgfalt (z.B. beim digitalen und manuellen Messen von Deformitäten und Fehlbildungen) Beobachtungsgenauigkeit (z.B. beim exakten Anpassen von Kompressionsstrümpfen und Bandagen) Kundenorientierung und Kommunikationsfähigkeit (z.B. beim Beraten der Kunden hinsichtlich des passenden orthopädietechnischen Hilfsmittels)Schulfächer:Werken/Technik (z.B. um Werkzeuge zur Fertigung von Orthesen und Prothesen fachgerecht einzusetzen)Mathematik (z.B. um Maßberechnungen durchzuführen) Biologie (z.B. um künstliche Gliedmaßen, Arm-, Bein- oder Handprothesen herzustellen)Physik/Informatik (z.B. um digitale Modelle von Körperteilen zu erstellen)Deutsch (z.B. um Patienten/Patientinnen in Handhabungen einzuweisen)Was verdient man in der Ausbildung?Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:1. Ausbildungsjahr: 1.000 €2. Ausbildungsjahr: 1.100 €3. Ausbildungsjahr: 1.200 €

Steckbrief

Berufstyp: Anerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung im Handwerk (geregelt durch Ausbildungsverordnung) Ausbildungsdauer: 3 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)

Beschreibung (Deutsch)

Was macht man in diesem Beruf?Orthopädietechnik-Mechaniker/innen stellen die verschiedensten orthopädietechnischen Hilfsmittel her und passen sie den Bedürfnissen der Patienten an. Je nach Schwerpunkt fertigen sie vor allem künstliche Gliedmaßen (Prothesen), Konstruktionen zur Unterstützung von Rumpf, Armen und Beinen (Orthesen) sowie spezielle Bandagen oder Erzeugnisse der Rehatechnik wie Rollstühle oder Krankenbetten an. Sie beurteilen die Krankheitsbilder und beraten Patienten bei der Wahl des passenden Hilfsmittels, nehmen Maß, erstellen Konstruktionszeichnungen und Modelle. Dabei verarbeiten sie Materialien wie Metall, Kunststoff, Holz, Gießharze oder Textilien maschinell und von Hand. Schließlich justieren sie die orthopädischen Hilfsmittel und erklären den Patienten die Bedienung oder Handhabung.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Orthopädietechnik-Mechaniker/innen finden Beschäftigungin Betrieben des Orthopädietechniker-Handwerksbei Herstellern orthopädietechnischer Hilfsmittelin SanitätshäusernArbeitsorte:Orthopädietechnik-Mechaniker/innen arbeiten in erster Liniein Werkstättenin Verkaufsräumen von Sanitätshäusernin Krankenhäusernbeim KundenWelcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)ohne Hauptschulabschluss* [1.0%]Hauptschulabschluss* [10.0%]10mittlerer Bildungsabschluss [45.0%]45Hochschulreife [42.0%]42Sonstige [2.0%]*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussWorauf kommt es an?Anforderungen:Handwerkliches Geschick (z.B. beim Bearbeiten von Metall, Kunststoff oder Holz für die Herstellung orthopädischer Hilfsmittel) Sorgfalt (z.B. beim digitalen und manuellen Messen von Deformitäten und Fehlbildungen) Beobachtungsgenauigkeit (z.B. beim exakten Anpassen von Kompressionsstrümpfen und Bandagen) Kundenorientierung und Kommunikationsfähigkeit (z.B. beim Beraten der Kunden hinsichtlich des passenden orthopädietechnischen Hilfsmittels)Schulfächer:Werken/Technik (z.B. um Werkzeuge zur Fertigung von Orthesen und Prothesen fachgerecht einzusetzen)Mathematik (z.B. um Maßberechnungen durchzuführen) Biologie (z.B. um künstliche Gliedmaßen, Arm-, Bein- oder Handprothesen herzustellen)Physik/Informatik (z.B. um digitale Modelle von Körperteilen zu erstellen)Deutsch (z.B. um Patienten/Patientinnen in Handhabungen einzuweisen)Was verdient man in der Ausbildung?Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:1. Ausbildungsjahr: 1.000 €2. Ausbildungsjahr: 1.100 €3. Ausbildungsjahr: 1.200 €

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Medizin, Gesundheitswissenschaften →

Der Beruf Orthopädietechnik-Mechaniker/Orthopädietechnik-Mechanikerin in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Medizin, Gesundheitswissenschaften:

Detaillierte Informationen

Lernorte

Orthopädietechnik-Mechaniker/innen werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. Orthopädietechnik- und Rehawerkstätten): Werkstätten, VerkaufsräumeBerufsschule: UnterrichtsräumeKönnen Betriebe nicht alle geforderten Ausbildungsinhalte vermitteln, besteht die Möglichkeit, Teile der Ausbildung in überbetriebliche Ausbildungsstätten zu verlagern.Hinweis: Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit:für die Länder Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Saarland in Heidelberg (Baden-Württemberg):Carl-Bosch-Schulefür die Länder Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen in Fürstenwalde (Brandenburg):Europaschule Oberstufenzentrum Oder-Spreefür die Länder Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein in Hamburg (Hamburg):GELUTEC - Berufliche Schule Gesundheit Luftfahrt Technik - Ernst Mittelbach (BS 10)für die Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in Gotha (Thüringen):Staatliches Berufsschulzentrum "Hugo Mairich"Quelle: Übersicht länderübergreifender Fachklassen (Stand: 27.03.2025)

Steckbrief

BerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung im Handwerk (geregelt durch Ausbildungsverordnung)Ausbildungsdauer3 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)Was macht man in diesem Beruf?Orthopädietechnik-Mechaniker/innen stellen die verschiedensten orthopädietechnischen Hilfsmittel her und passen sie den Bedürfnissen der Patienten an. Je nach Schwerpunkt fertigen sie vor allem künstliche Gliedmaßen (Prothesen), Konstruktionen zur Unterstützung von Rumpf, Armen und Beinen (Orthesen) sowie spezielle Bandagen oder Erzeugnisse der Rehatechnik wie Rollstühle oder Krankenbetten an. Sie beurteilen die Krankheitsbilder und beraten Patienten bei der Wahl des passenden Hilfsmittels, nehmen Maß, erstellen Konstruktionszeichnungen und Modelle. Dabei verarbeiten sie Materialien wie Metall, Kunststoff, Holz, Gießharze oder Textilien maschinell und von Hand. Schließlich justieren sie die orthopädischen Hilfsmittel und erklären den Patienten die Bedienung oder Handhabung.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Orthopädietechnik-Mechaniker/innen finden Beschäftigungin Betrieben des Orthopädietechniker-Handwerksbei Herstellern orthopädietechnischer Hilfsmittelin SanitätshäusernArbeitsorte:Orthopädietechnik-Mechaniker/innen arbeiten in erster Liniein Werkstättenin Verkaufsräumen von Sanitätshäusernin Krankenhäusernbeim KundenWelcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubild...

BERUF AKTUELL

BerufsbezeichnungOrthopädietechnik-Mechaniker/inBerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsdauer3 JahreWas macht man in diesem Beruf?Orthopädietechnik-Mechaniker/innen stellen die verschiedensten orthopädietechnischen Hilfsmittel her und passen sie den Bedürfnissen der Patienten an. Je nach Schwerpunkt fertigen sie vor allem künstliche Gliedmaßen (Prothesen), Konstruktionen zur Unterstützung von Rumpf, Armen und Beinen (Orthesen) sowie spezielle Bandagen oder Erzeugnisse der Rehatechnik wie Rollstühle oder Krankenbetten an. Sie beurteilen die Krankheitsbilder und beraten Patienten bei der Wahl des passenden Hilfsmittels, nehmen Maß, erstellen Konstruktionszeichnungen und Modelle. Dabei verarbeiten sie Materialien wie Metall, Kunststoff, Holz, Gießharze oder Textilien maschinell und von Hand. Schließlich justieren sie die orthopädischen Hilfsmittel und erklären den Patienten die Bedienung oder Handhabung.Wo arbeitet man?Orthopädietechnik-Mechaniker/innen finden Beschäftigungin Betrieben des Orthopädietechniker-Handwerksbei Herstellern orthopädietechnischer Hilfsmittelin SanitätshäusernWeitereBerufe in der Medizin- und RehatechnikBerufe mit Menschen mit Behinderungen

Ausbildungsdauer

3 Jahre

Ausbildungsaufbau

Die Ausbildung wird parallel im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule durchgeführt. Der Berufsschulunterricht findet an bestimmten Wochentagen oder in Blockform statt.Auszug aus dem Ausbildungsrahmenplan und dem Rahmenlehrplan1. - 18. Ausbildungsmonat:Ausbildung im Betrieb und nach Bedarf in überbetrieblichen Lehrgängen:Anwenden von Techniken im Herstellungsprozess orthopädietechnischer HilfsmittelDurchführen von orthopädietechnischen Maßnahmen im direkten PatientenkontaktDurchführen von Maß-, Fertigungs- und Versorgungstechniken im Bereich Bandagen, Kompressionsstrumpfversorgung, Stoma, Inkontinenz und Dekubitus1. und 2. Ausbildungsjahr:Ausbildung in der Berufsschule:Beruf und Betrieb präsentierenOrthopädische Fußeinlagen herstellen und anpassenRehabilitationsmittel montierenKonfektionierte Hilfsmittel der unteren Extremität anpassenIndividuelle Orthesen der unteren Extremität herstellen und anpassenBandagen und Mieder für den Rumpf und Orthesen für die obere Extremität herstellen und anpassenFuß- und transtibiale Prothesen herstellenTeil 1 der Gesellenprüfung zum Ende des 2. Ausbildungsjahres19. - 36. Ausbildungsmonat:Ausbildung im Betrieb und nach Bedarf in überbetrieblichen Lehrgängen:Vertiefen der Kenntnisse aus den ersten 18 Monaten und darüber hinaus:Digitales und manuelles Modellieren und Nachbilden von Körperteilen zur Herstellung orthopädietechnischer HilfsmittelKonstruieren, Aufbauen und Anpassen von orthopädietechnischen HilfsmittelnInstandhalten von Prothese...

Ausbildungskosten

Für die Durchführung der Ausbildung werden keine Kosten erhoben. Der ausbildende Betrieb stellt die für den betrieblichen Teil der Ausbildung benötigten Ausbildungsmittel zur Verfügung und bezahlt die Prüfungsgebühren.Soweit nicht anders geregelt, müssen die Auszubildenden die Kosten der Lernmittel für den Unterricht in der Berufsschule und für Berufskleidung selber tragen. Zudem können Kosten entstehen, wenn Ausbildungsstätten vom Wohnort entfernt sind.FörderungsmöglichkeitenIn bestimmten Lebenssituationen können die Auszubildenden Berufsausbildungsbeihilfe erhalten.Weitere Informationen:Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)

Ausbildungsinhalte

Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:wie Materialien bearbeitet werden, z.B. durch Umformen oder Spanenwie Dysfunktionen des Bewegungsapparates beurteilt werdenwie man Patienten in den Gebrauch und die Wirkungsweise orthopädietechnischer Hilfsmittel einweistwie man Krankheitsbilder und die daraus resultierenden versorgungsspezifischen Hilfsmittel beurteiltwie man Ärzte/Ärztinnen, medizinisches, pflegerisches und therapeutisches Personal im Hinblick auf die Versorgung mit orthopädietechnischen Hilfsmitteln berätwie man Deformitäten, Fehlbildungen und Amputationsstümpfe abformtwie man ein computergestütztes, digitales Positivmodell unter Beachtung gemessener Werte für Prothetik, Orthetik und Rehatechnik erstelltworauf man achten muss, wenn man Hilfsmittel wie Bandagen, Bruchbänder oder Mieder anpasst und herstelltwie man Prothesen und Orthesen montiertwie Prothesen, Orthesen sowie Geh- und Stehhilfen instand gehalten werdenIm Schwerpunkt Prothetikwie pneumatische, hydraulische und elektronisch gesteuerte Gelenke installiert und justiert werdenwie man Prothesen individuell kosmetisch gestaltetIm Schwerpunkt Individuelle Orthetikwie man Korrekturorthesen für den Rumpf herstelltwas bei Orthesenanproben beachtet werden mussIm Schwerpunkt Individuelle Rehabilitationstechnikwie Lagerungs- und Bettungshilfen für alle Körperregionen hergestellt werdenwie man Rollstühle konfiguriertDarüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie...

Ausbildungssituation

Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Im BetriebPraktische Mitarbeit (unter Anleitung): z.B. Maße auf Werkstücke übertragen, Bandagen oder Bruchbänder anpassen, Prothesen und Orthesen aufbauen und montierenUmgebung: in Werkstätten z.T. bei Maschinenlärm, in Verkaufsräumen mit Kundenkontakt, im Außendienst bei KundenKleidung: Schutzkleidung (z.B. Atemschutz, Gummihandschuhe, Gehörschutz)Arbeitszeit: ggf. Samstagsarbeit Anforderungen:Handwerkliches Geschick (z.B. beim Bearbeiten von Metall, Kunststoff oder Holz für die Herstellung orthopädischer Hilfsmittel) Sorgfalt (z.B. beim digitalen und manuellen Messen von Deformitäten und Fehlbildungen) Beobachtungsgenauigkeit (z.B. beim exakten Anpassen von Bandagen und Kompressionsstrümpfen) Kundenorientierung und Kommunikationsfähigkeit (z.B. beim Beraten der Kunden hinsichtlich des passenden orthopädietechnischen Hilfsmittels)An der BerufsschuleUnterricht an einem oder zwei Tagen pro Woche oder als Blockunterricht

Ausbildung im Ausland

Auszubildende können Teile der Ausbildung im Ausland absolvieren, z.B.:Verschiedene europäische LänderAuslandspraktikum im Rahmen der Zusatzqualifikation "Europaassistent/in"Dauer: mindestens 3 WochenZugangsvoraussetzung: mittlerer Bildungsabschluss Weitere Informationen zur Zusatzqualifikation Europaassistent/in

Ausbildungsvergütung

Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Findet die Ausbildung in schulischer Form statt (z.B. an einer Berufsfachschule oder im 1. Ausbildungsjahr als Berufsgrundbildungsjahr BGJ), wird keine Ausbildungsvergütung gezahlt.Beispiel Orthopädie-Technik Handwerk (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.000 €2. Ausbildungsjahr: 1.100 €3. Ausbildungsjahr: 1.200 €Quelle:Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik (Empfehlung), Stand Januar 2026Die Empfehlung gilt für das gesamte Bundesgebiet.Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:Werken/Technik: z.B. um Werkzeuge zur Fertigung von Orthesen und Prothesen fachgerecht einzusetzenMathematik: z.B. um Maßberechnungen durchzuführenBiologie: z.B. um künstliche Gliedmaßen, Arm-, Bein- oder Handprothesen herzustellenPhysik/Informatik: z.B. um digitale Modelle von Körperteilen zu erstellenDeutsch: z.B. um Patienten/Patientinnen in Handhabungen einzuweisen

Zusatzqualifikationen

Die Zusatzqualifikation "Betriebsassistent/in im Handwerk" richtet sich an Auszubildende mit Fachoberschul- oder Hochschulreife. Die Auszubildenden erwerben parallel zur handwerklichen Ausbildung kaufmännische Kenntnisse. Sie besuchen zusätzlichen Berufsschulunterricht, z.B. in Rechnungswesen oder Wirtschaftslehre. Zudem legen sie die Prüfung zum Fachmann bzw. zur Fachfrau für kaufmännische Betriebsführung (HwO) ab und weisen den erfolgreichen Besuch des Fremdsprachenunterrichts nach. Die zuständige Handwerkskammer erteilt weitere Informationen, z.B.:HWK Düsseldorf – Betriebsassistent/in im HandwerkDie Zusatzqualifikation "Europaassistent/in" richtet sich an Auszubildende mit mindestens einem mittleren Bildungsabschluss. Sie erweitert die Erstausbildung um interkulturelle Kompetenzen und bietet den Auszubildenden die Möglichkeit, Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern. Dazu besuchen die Auszubildenden zusätzlichen Berufsschulunterricht, z.B. im Europäischen Waren- und Wirtschaftsrecht, und absolvieren ein mehrwöchiges Praktikum im Ausland. Die zuständige Kammer erteilt weitere Informationen, z.B.:Europaassistent/in

Ausbildungsalternativen

Folgende Ausbildungsalternativen bieten sich für den Beruf Orthopädietechnik-Mechaniker/in an:Bereich Medizin- und RehatechnikOrthopädieschuhmacher/OrthopädieschuhmacherinChirurgiemechaniker/ChirurgiemechanikerinAugenoptiker/AugenoptikerinZahntechniker/ZahntechnikerinHörakustiker/HörakustikerinGemeinsamkeit:Medizinische Hilfsmittel anpassen, herstellen und verkaufen

Entwicklung der Ausbildung

1934:Erstmals Eintrag des Berufs Orthopädiemechaniker/in im Verzeichnis der Gewerbe, die als Handwerk betrieben werden können1938/39:Anerkennung eines industriellen Berufs Orthopädiemechaniker/in1969:Ausbildungsordnung nach dem Berufsbildungsgesetz für den Handwerksberuf Orthopädiemechaniker/in tritt in Kraft1972:Aufhebung der industriellen Ausbildung 1996:Ausbildungsordnung nach dem Berufsbildungsgesetz für den Ausbildungsberuf Orthopädiemechaniker/in und Bandagist/in tritt in Kraft (Zusammenfassung der Vorläuferberufe Orthopädiemechaniker/in und Bandagist/in)2013:Ausbildungsordnung für den Beruf Orthopädietechnik-Mechaniker/in tritt in KraftAusbildung in drei Schwerpunkten (Individuelle Orthetik, Individuelle Rehabilitationstechnik, Prothetik)Aufhebung des Vorläuferberufs Orthopädiemechaniker und Bandagist/Orthopädiemechanikerin und Bandagistin2020:Novellierung des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. Einführung einer Mindestausbildungsvergütung; Erweiterung der Möglichkeit, Ausbildungen in Teilzeit zu absolvieren.2024:Inkrafttreten des Berufsbildungsvalidierungs- und -digitalisierungsgesetzes mit Anpassungen im Berufsbildungsgesetz (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. gesetzliche Verankerung der Möglichkeit des digitalen mobilen Ausbildens; Einführung eines Feststellungs- und Bescheinigungsverfahrens (Berufsvalidierung) der individuellen beruflichen Handlungsfähigkeit am Maßstab eines anerkannten Ausbildungsberufs unabhängig von einem f...

Die Ausbildung im Überblick

Orthopädietechnik-Mechaniker/in ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf im Handwerk.

Abschluss-/Berufsbezeichnungen

AbschlussbezeichnungOrthopädietechnik-Mechaniker/Orthopädietechnik-Mechanikerin

Perspektiven nach der Ausbildung

Mit Zusatzqualifikationen Chancen verbessernEine gute Startposition können sich angehende Orthopädietechnik-Mechaniker/innen verschaffen, indem sie bereits während ihrer Ausbildung Zusatzqualifikationen erwerben, z.B. als Betriebsassistent/in im Handwerk oder im Bereich Europäisches Waren- und Wirtschaftsrecht durch die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in".Die passende Beschäftigung finden Nach ihrer Ausbildung arbeiten Orthopädietechnik-Mechaniker/innen in Orthopädietechnik- und Rehawerkstätten sowie Sanitätshäusern.Die Beschäftigungsfähigkeit sichern Durch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern. Das Themenspektrum reicht dabei von Orthopädietechnik bis hin zu CAD.Beruflich weiterkommenEine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, die Prüfung als Orthopädietechnikermeister/in abzulegen. Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Orthopädie-, Rehatechnik erwerben. Sich selbstständig machenAuch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. mit einem Betrieb des Orthopädietechniker-Handwerks oder des verwandten Orthopädieschuhmacher-Handwerks.

Schulische Vorbildung in der Praxis

Im Jahr 2024 gab es 558 Ausbildungsanfänger bzw. -anfängerinnen. 45 Prozent verfügten über einen mittleren Bildungsabschluss, 42 Prozent besaßen die Hochschulreife. 10 Prozent verfügten über einen Hauptschulabschluss, 1 Prozent konnte keinen Hauptschulabschluss vorweisen. Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)ohne Hauptschulabschluss* [1.0%]Hauptschulabschluss* [10.0%]10mittlerer Bildungsabschluss [45.0%]45Hochschulreife [42.0%]42Sonstige [2.0%]*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussQuelle:Die Angaben orientieren sich an den Informationen des Datensystems Auszubildende (DAZUBI) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).

Spezialisierung während der Ausbildung

Die Ausbildung erfolgt in einem der SchwerpunkteIndividuelle OrthetikIndividuelle RehabilitationstechnikProthetik

Rechtliche Regelungen für die Ausbildung

Rechtsvorschriften und Empfehlungen zur AusbildungVerordnung über die Berufsausbildung zum Orthopädietechnik-Mechaniker und zur Orthopädietechnik-Mechanikerin (Orthopädieausbildungsverordnung - OrthAusbVO) vom 15.05.2013 (BGBl. I S. 1358)Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf Orthopädietechnik-Mechaniker und Orthopädietechnik-Mechanikerin (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 22.03.2013)

Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Ortopedi Teknisyeni

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Orthopädietechnik-Mechaniker/Orthopädietechnik-Mechanikerin in Deutschland?

Was macht man in diesem Beruf?Orthopädietechnik-Mechaniker/innen stellen die verschiedensten orthopädietechnischen Hilfsmittel her und passen sie den Bedürfnissen der Patienten an. Je nach Schwerpunkt fertigen sie vor allem künstliche Gliedmaßen (Prothesen), Konstruktionen zur Unterstützung von Rumpf, Armen und Beinen (Orthesen) sowie spezielle Bandagen oder Erzeugnisse der Rehatechnik wie Rollstühle oder Krankenbetten an. Sie beurteilen die Krankheitsbilder und beraten Patienten bei der Wahl des passenden Hilfsmittels, nehmen Maß, erstellen Konstruktionszeichnungen und Modelle. Dabei verarbeiten sie Materialien wie Metall, Kunststoff, Holz, Gießharze oder Textilien maschinell und von Hand. Schließlich justieren sie die orthopädischen Hilfsmittel und erklären den Patienten die Bedienung oder Handhabung.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Orthopädietechnik-Mechaniker/innen finden Beschäftigungin Betrieben des Orthopädietechniker-Handwerksbei Herstellern orthopädietechnischer Hilfsmittelin SanitätshäusernArbeitsorte:Orthopädietechnik-Mechaniker/innen arbeiten in erster Liniein Werkstättenin Verkaufsräumen von Sanitätshäusernin Krankenhäusernbeim KundenWelcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)ohne Hauptschulabschluss* [1.0%]Hauptschulabschluss* [10.0%]10mittlerer Bildungsabschluss [45.0%]45Hochschulreife [42.0%]42Sonstige [2.0%]*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussWorauf kommt es an?Anforderungen:Handwerkliches Geschick (z.B. beim Bearbeiten von Metall, Kunststoff oder Holz für die Herstellung orthopädischer Hilfsmittel) Sorgfalt (z.B. beim digitalen und manuellen Messen von Deformitäten und Fehlbildungen) Beobachtungsgenauigkeit (z.B. beim exakten Anpassen von Kompressionsstrümpfen und Bandagen) Kundenorientierung und Kommunikationsfähigkeit (z.B. beim Beraten der Kunden hinsichtlich des passenden orthopädietechnischen Hilfsmittels)Schulfächer:Werken/Technik (z.B. um Werkzeuge zur Fertigung von Orthesen und Prothesen fachgerecht einzusetzen)Mathematik (z.B. um Maßberechnungen durchzuführen) Biologie (z.B. um künstliche Gliedmaßen, Arm-, Bein- oder Handprothesen herzustellen)Physik/Informatik (z.B. um digitale Modelle von Körperteilen zu erstellen)Deutsch (z.B. um Patienten/Patientinnen in Handhabungen einzuweisen)Was verdient man in der Ausbildung?Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:1. Ausbildungsjahr: 1.000 €2. Ausbildungsjahr: 1.100 €3. Ausbildungsjahr: 1.200 €

Ist Orthopädietechnik-Mechaniker/Orthopädietechnik-Mechanikerin eine Ausbildung oder ein Studienberuf?

In Deutschland folgt "Orthopädietechnik-Mechaniker/Orthopädietechnik-Mechanikerin" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich.

Wie kann ich in Deutschland als Orthopädietechnik-Mechaniker/Orthopädietechnik-Mechanikerin qualifiziert werden?

In Deutschland folgt "Orthopädietechnik-Mechaniker/Orthopädietechnik-Mechanikerin" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich. Ausländische Bewerber sollten vor der Bewerbung außerdem die Anerkennung des Abschlusses über anabin.kmk.org prüfen.

Wo arbeiten Orthopädietechnik-Mechaniker/Orthopädietechnik-Mechanikerin in Deutschland typischerweise?

Orthopädietechnik-Mechaniker/innen werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. Orthopädietechnik- und Rehawerkstätten): Werkstätten, VerkaufsräumeBerufsschule: UnterrichtsräumeKönnen Betriebe nicht alle geforderten Ausbildungsinhalte vermitteln, besteht die Möglichkeit, Teile der Ausbildung in überbetriebliche Ausbildungsstätten zu verlagern.Hinweis: Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit:für die Länder Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Saarland in Heidelberg (Baden-Württemberg):Carl-Bosch-Schulefür die Länder Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen in Fürstenwalde (Brandenburg):Europaschule Oberstufenzentrum Oder-Spreefür die Länder Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein in Hamburg (Hamburg):GELUTEC - Berufliche Schule Gesundheit Luftfahrt Technik - Ernst Mittelbach (BS 10)für die Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in Gotha (Thüringen):Staatliches Berufsschulzentrum "Hugo Mairich"Quelle: Übersicht länderübergreifender Fachklassen (Stand: 27.03.2025)

Wie hoch ist das typische Gehalt für Orthopädietechnik-Mechaniker/Orthopädietechnik-Mechanikerin in Deutschland?

Gehälter variieren je nach Region, Betriebsgröße und Erfahrung. Aktuelle Zahlen liefern BERUFENET oder Gehaltsportale wie gehalt.de und stepstone.de Gehaltsreport.

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