Abfallbeauftragter/Abfallbeauftragte
Abfallbeauftragte/r
Was ist Atık Sorumlusu / Atık Yönetimi Uzmanı?
Personen, die diesen Beruf ausüben, planen, organisieren und kontrollieren die Prozesse der Abfalltrennung, -sammlung, -lagerung, -transport und -entsorgung. Ihr Arbeitsumfeld sind typischerweise Orte mit hoher Abfallentstehung, wie große Produktionsstätten, Industrieunternehmen, Krankenhäuser oder große Verwaltungsgebäude. Sie prüfen gesetzliche Vorschriften und erstellen Berichte im Büro und können auch Abfallsammelstellen vor Ort inspizieren, die Eignung von Abfallbehältern überprüfen und Personal im Abfallmanagement schulen. Zu den von ihnen verwendeten Werkzeugen gehören Abfallanalysegeräte, Datenbanken für Umweltvorschriften und Berichtssoftware.
Um diesen Beruf in Deutschland ausüben zu können, ist in der Regel ein Studium an einer Hochschule erforderlich. Ein Bachelor- oder Master-Abschluss in Umwelttechnik, Chemie, Biologie oder verwandten Naturwissenschaften bietet eine geeignete Grundlage für diese Position. Darüber hinaus sind spezielle Zusatzschulungen und gesetzlich vorgeschriebene Qualifizierungskurse, wie das Zertifikat zum „Abfallbeauftragten“, zwingend erforderlich, um diesen Beruf ausüben zu können. Diese Kurse vermitteln fundiertes Wissen in Bereichen wie Abfallrecht, Management gefährlicher Abfälle und Abfallentsorgungstechnologien.
Für internationale Studierende oder Fachkräfte, die in Deutschland in diesem Bereich Karriere machen möchten, ist es von großer Bedeutung, zunächst einen entsprechenden Hochschulabschluss zu besitzen und die Deutschkenntnisse (in der Regel C1-Niveau) zu verbessern. Der Prozess der Anerkennung bestehender Diplome in Deutschland ist ein wichtiger Schritt auf dem Karriereweg. Aufgrund der strengen Umweltgesetze und Nachhaltigkeitsziele Deutschlands ist das Potenzial, in diesem Bereich eine Anstellung zu finden, sehr hoch.
Beschreibung (Deutsch)
Der Beruf des Abfallbeauftragten oder der Abfallbeauftragten, wie er in Deutschland bekannt ist, ist eine Schlüsselposition, die dafür verantwortlich ist, dass die Abfallmanagementprozesse von Unternehmen und Institutionen gesetzeskonform, umweltfreundlich und effizient durchgeführt werden. Diese Fachkräfte überwachen, optimieren und stellen die Einhaltung der relevanten gesetzlichen Vorschriften in allen Phasen von der Abfallentstehung bis zur Entsorgung sicher. Ihr Ziel ist es, die Abfallmenge zu reduzieren, das Recycling zu fördern und die Umweltauswirkungen zu minimieren. Personen, die diesen Beruf ausüben, planen, organisieren und kontrollieren die Prozesse der Abfalltrennung, -sammlung, -lagerung, -transport und -entsorgung. Ihr Arbeitsumfeld sind typischerweise Orte mit hoher Abfallentstehung, wie große Produktionsstätten, Industrieunternehmen, Krankenhäuser oder große Verwaltungsgebäude. Sie prüfen gesetzliche Vorschriften und erstellen Berichte im Büro und können auch Abfallsammelstellen vor Ort inspizieren, die Eignung von Abfallbehältern überprüfen und Personal im Abfallmanagement schulen. Zu den von ihnen verwendeten Werkzeugen gehören Abfallanalysegeräte, Datenbanken für Umweltvorschriften und Berichtssoftware. Um diesen Beruf in Deutschland ausüben zu können, ist in der Regel ein Studium an einer Hochschule erforderlich. Ein Bachelor- oder Master-Abschluss in Umwelttechnik, Chemie, Biologie oder verwandten Naturwissenschaften bietet eine geeignete Grundlage für diese Position. Darüber hinaus sind spezielle Zusatzschulungen und gesetzlich vorgeschriebene Qualifizierungskurse, wie das Zertifikat zum „Abfallbeauftragten“, zwingend erforderlich, um diesen Beruf ausüben zu können. Diese Kurse vermitteln fundiertes Wissen in Bereichen wie Abfallrecht, Management gefährlicher Abfälle und Abfallentsorgungstechnologien. Für internationale Studierende oder Fachkräfte, die in Deutschland in diesem Bereich Karriere machen möchten, ist es von großer Bedeutung, zunächst einen entsprechenden Hochschulabschluss zu besitzen und die Deutschkenntnisse (in der Regel C1-Niveau) zu verbessern. Der Prozess der Anerkennung bestehender Diplome in Deutschland ist ein wichtiger Schritt auf dem Karriereweg. Aufgrund der strengen Umweltgesetze und Nachhaltigkeitsziele Deutschlands ist das Potenzial, in diesem Bereich eine Anstellung zu finden, sehr hoch.
Studiengänge, die zu diesem Beruf führen
Feld Mathematik, Naturwissenschaften →Der Beruf Abfallbeauftragter/Abfallbeauftragte in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Mathematik, Naturwissenschaften:
- Biodiversity Sciences
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- Bioinformatik
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- Life Science Innovation
Master · Hochschule Albstadt-Sigmaringen
- Medizinische Physik
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- Physik
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- Polymer Materials Science
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Detaillierte Informationen
▶ Medien
AbfallR - Portal und Zeitschrift für das Recht der AbfallwirtschaftCircular economy for a sustainable futureImmissionsschutz (ImS)KA - Korrespondenz Abwasser, AbfallMüll und AbfallNetzwerk Grüne ArbeitsweltUmweltbeauftragteRUMWELTdigital.de - Umweltrecht für Unternehmen und VerwaltungUmweltwirtschaftWasser und AbfallZUR - Zeitschrift für Umweltrecht
▶ Trends
Digitale Kreislaufwirtschaft Die Kreislaufwirtschaft gilt als nachhaltigerer Gegenentwurf zur linearen Produktionskette. Dabei sollen sich die verschiedenen Akteure und Akteurinnen der Wertschöpfungskette vernetzen, um möglichst energie- und ressourcenschonend zu wirtschaften. Die Digitalisierung ermöglicht die Nutzung und den Austausch von Daten und bildet so die Grundlage für die Kreislaufwirtschaft. Außerdem kann sie zur Optimierung von Prozessen und Produkten sowie zur Reduzierung von Ressourcen beitragen. Dazu kommen z.B. Technologien wie das Internet of Things (IoT), Maschinelles Lernen, Big Data oder Digitale Zwillinge zum Einsatz. Fach- und Führungskräfte müssen sich mit entsprechenden Investitionsentscheidungen auseinandersetzen bzw. sich durch Weiterbildung auf die neuen Technologien vorbereiten.
▶ Arbeitsorte
Abfallbeauftragte arbeiten meistin Werkstätten/Produktionshallen im Freien in BüroräumenSie arbeiten ggf. auchim Homeoffice bzw. mobil
▶ Kompetenzen
Kernkompetenzen, die in diesem Beruf grundsätzlich erforderlich sind:AbfallbehandlungsverfahrenAbfallberatungAbfälle bewirtschaftenAbfallentsorgungAbfallrechtAbfalltrennungGefahrenabwehr (Prävention)ÜberwachungsaufgabenWeitere Kompetenzen, die für die Ausübung dieses Berufs bedeutsam sein können:Arbeitsschutz, UnfallverhütungBauabfallDigitales Wertstoff- und AbfallmanagementElektrorecyclingGefahrguttransportrechtGefahrgutverladung, -versendung, -transportGefährlicher AbfallGewerbe-, IndustrieabfallGlasrecyclingKundenberatung, -betreuungKunststoffrecyclingLeergutverwaltungMetallrecyclingPapierrecyclingPharmazie-AbfälleSiedlungsabfallUmweltinformationssystemeUmweltmanagementUmweltmanagementsystemeUmweltrecht
▶ Arbeitssituation
Abfallbeauftragte überwachen eigenständig und verantwortungsbewusst Betriebe, in denen gefährliche Abfälle anfallen. Die Beurteilung der jeweils angewandten Verfahren erfordert technisches Verständnis sowie eine sorgfältige und systematische Arbeitsweise. Dabei kommunizieren sie mit vielen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen. Um sich über deren Tätigkeiten und Kompetenzen sowie über die jeweiligen Betriebsvorgänge zu informieren, brauchen sie eine gute Auffassungsgabe. Ihre Aufgaben und Rechte sind gesetzlich festgelegt. Wenn Probleme mit der Einhaltung der gesetzlichen Regelungen auftreten, benötigen sie Verhandlungsgeschick und Durchsetzungsvermögen. Geduld und Überzeugungskraft, aber auch Verständnis für die Situation ihrer Gesprächspartner ist erforderlich, wenn sie beispielsweise eine Veränderung von Abläufen vorschlagen oder die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen einfordern.Abfallbeauftragte arbeiten in Betrieben, die gesetzlich verpflichtet sind, Abfallbeauftragte zu bestellen, sowie für Betreiber von Anlagen, in denen regelmäßig gefährliche Abfälle anfallen, beispielsweise in Produktionsanlagen, bestimmten Abteilungen von Krankenhäusern, Betriebsräumen oder Außenanlagen von Kläranlagen. Dabei sind sie entweder bei einem Betrieb direkt angestellt oder selbstständig bzw. freiberuflich für mehrere Auftraggeber tätig. Im Büro dokumentieren sie am Computer und den rechtlichen Vorgaben entsprechend die jeweilige Situation, die notwendigen oder beabsichtigten Veränderungen u...
▶ Existenzgründung
Abfallbeauftragte können sich mit einem Unternehmen, das Abfallberatungsdienstleistungen anbietet, selbstständig machen.
▶ Verdienst/Einkommen
Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung (monatlich): 4.008 € bis 4.330 €Quelle:Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und SozialesHinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Branchen im Einzelnen
Abfallwirtschaft, RecyclingVerwertung von WerkstoffenDeponierung oder Dauerlagerung von AbfällenBeseitigung von Umweltverschmutzungen und sonstige Tätigkeiten in der AbfallbewirtschaftungChemieHerstellung von chemischen Grundstoffen, Düngemitteln und Stickstoffverbindungen, Kunststoffen in Primärformen und synthetischem Kautschuk in PrimärformenHerstellung von sonstigen chemischen ErzeugnissenAbwasserwirtschaftBetrieb der SammelkanalisationBetrieb von KläranlagenGesundheitswesenKrankenhäuser, z.B. EntsorgungÖffentliche VerwaltungÖffentliche Verwaltung des Umwelt- und Naturschutzes, z.B. Umweltämter und -behörden auf Bundes-, Landes- und kommunaler EbeneIngenieurdienstleistungenSonstige Ingenieurbüros, z.B. Umwelttechnik, Abfalltechnik und EntsorgungTechnische, physikalische, chemische UntersuchungTechnische, physikalische und chemische Untersuchung
▶ Zugang zur Tätigkeit
Arbeitgebende erwarten häufig eine Weiterbildung im Bereich Umweltschutz oder Ver- und Entsorgung bzw. ein entsprechendes Studium.
▶ Zugangsstudienfächer
Abfall-, Entsorgungstechnik (grundständig)Abfall-, Entsorgungstechnik (weiterführend)Umwelttechnik (grundständig)Umwelttechnik (weiterführend)Umweltwissenschaft (grundständig)Umweltwissenschaft (weiterführend)
▶ Arbeitsbereiche/Branchen
Abfallbeauftragte finden Beschäftigungin Unternehmen der Ver- und Entsorgung, z.B. bei Recyclingbetrieben oder Betreibenden von Kläranlagenin der chemischen Industriein Krankenhäusernbei Umweltämtern und -behördenin Ingenieurbüros für Umwelttechnik, Abfalltechnik und Entsorgung
▶ Tätigkeitsbezeichnungen
Abfallbeauftragte/rBerufsbezeichnung in englischer SpracheWaste manager (m/f)
▶ Sonstige Zugangsbedingungen
Die Bestellung zum Abfallbeauftragten bzw. zur Abfallbeauftragten muss vorliegen.
▶ Die Tätigkeit im Überblick
Abfallbeauftragte stellen sicher, dass Abfälle fachgerecht behandelt bzw. beseitigt werden, kontrollieren die Einhaltung behördlicher Auflagen und beraten Betriebe hinsichtlich Abfallvermeidung und Abfallbewirtschaftung.
▶ Stellen- und Bewerberbörsen
ENDSjobsearchEnvironmentjob.co.ukgreenjobs.deWILA-Arbeitsmarkt
▶ Verbände und Organisationen
Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e.V. (BDE)Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. (DWA)ISWA - International Solid Waste Association (I.S.W.A.)VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt (VDI-GEU)ver.di - Vereinte DienstleistungsgewerkschaftVerband der Betriebsbeauftragten e.V.
▶ Arbeitsbedingungen im Einzelnen
Kundenkontakt (als Selbstständige/r: Kundenaufträge entgegennehmen; Maßnahmen zur Beseitigung von Mängeln besprechen)Beachtung vielfältiger Vorschriften und gesetzlicher Vorgaben (Kreislaufwirtschafts- und Abfallrecht und die damit einhergehenden gesetzlichen Bestimmungen, evtl. behördliche Auflagen)Arbeit unter den Augen von Kunden/Kundinnen und GästenBildschirmarbeit (z.B. Berichte und Gutachten erstellen)Arbeit in Büroräumen (z.B. Lösungsmöglichkeiten für festgestellte Mängel ausarbeiten)Arbeit in Werkstätten, Werk-/Produktionshallen (z.B. Einhaltung der abfallrechtlichen Bestimmungen überprüfen)Arbeit im Freien (z.B. Kontrollen auf Deponien oder Außenanlagen von Kläranlagen durchführen)
▶ Arbeitsgegenstände/Arbeitsmittel
Kontroll- und Untersuchungsobjekte, z.B.: Problemstoffe, gefährliche GewerbeabfälleUnterlagen, z.B.: Abfall- und Gewässerschutzbestimmungen, Gutachten, Messprotokolle, Prüfberichte, FachliteraturGeräte, z.B.: Prüf- und MessgeräteBüroausstattung, z.B.: PC, Internetzugang, Telefon
▶ Aufgaben und Tätigkeiten kompakt
Abfallbeauftragte kontrollieren den Umgang mit gefährlichen Abfällen in Betrieben, um eine ordnungsgemäße Abfallbehandlung zu gewährleisten. Sie dokumentieren die Ergebnisse, informieren den Betrieb über Mängel und schlagen mögliche Lösungen vor. Zudem konzipieren sie Maßnahmen, um Abfälle zu vermeiden oder die Gefahren zu verringern. Wenn Betriebe solche Maßnahmen ergreifen und z.B. bestimmte Systeme der Abfalltrennung oder -verwertung einführen, dann begleiten Abfallbeauftragte die Umsetzung und dokumentieren alle durchgeführten Schritte.
▶ Zugangsberufe/Zugangstätigkeiten
Technischer Umweltfachwirt/Technische UmweltfachwirtinGeprüfter Meister/Geprüfte Meisterin für Kreislauf- und Abfallwirtschaft und StädtereinigungStaatlich geprüfter Techniker/Staatlich geprüfte Technikerin Fachrichtung Umweltschutztechnik (ohne Schwerpunkt)/Bachelor Professional in TechnikStaatlich geprüfter Techniker/Staatlich geprüfte Technikerin Fachrichtung Umweltschutztechnik Schwerpunkt Verfahrenstechnik/Bachelor Professional in Technik
▶ Weiterbildung (berufliche Anpassung)
Anpassungsweiterbildung hilft, das berufliche Wissen aktuell zu halten und an neue Entwicklungen anzupassen (z.B. in den Bereichen Abfallwirtschaft, Sondermüll oder Umweltrecht).Darüber hinaus kann sich der Trend zur Digitalisierung in der Kreislaufwirtschaft zu einem wichtigen Weiterbildungsthema für Abfallbeauftragte entwickeln.
▶ Weiterbildung (beruflicher Aufstieg)
Weitere Berufs- und Karrierechancen eröffnen sich - je nach beruflicher Vorbildung - durch ein grundständiges oder weiterführendesStudium (z.B. im Studienfach Abfall-, Entsorgungstechnik oder Umwelttechnik).Unter bestimmten Voraussetzungen ist auch ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung ein Studium möglich. Weitere Informationen:Zugang zur Hochschule in den einzelnen Bundesländern
▶ Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen
Behandlung und Verbleib gefährlicher Abfälle in Betrieben kontrollieren Einhaltung der relevanten abfallrechtlichen Bestimmungen überprüfenEinhaltung von Vorschriften und Auflagen der einschlägigen umweltrechtlichen Bestimmungen in Betrieben überwachenUnternehmens- und Betriebsleitungen hinsichtlich Abfallvermeidung und -bewirtschaftung beratenUnternehmens- und Betriebsleitungen über Ergebnisse und Mängel informierenUrsachen und Lösungsmöglichkeiten von Umweltproblemen findenKonzepte zu Abfallvermeidung und Recycling erarbeitenMaßnahmen zu Umweltschutz und Abfallvermeidung im Betrieb einführen bzw. umsetzenMess-, Kontroll- und Prüfergebnisse, Umweltdaten und ökonomische/ökologische Tatbestände dokumentierenBerichte erstellen, z.B. über Maßnahmen zur Abfallvermeidung
▶ Rechtliche Regelungen für die Tätigkeit
Gesetz zur Förderung der Kreislaufwirtschaft und Sicherung der umweltverträglichen Bewirtschaftung von Abfällen (Kreislaufwirtschaftsgesetz - KrWG) vom 24.02.2012 (BGBl. I S. 212), zuletzt geändert durch Artikel 5 des Gesetzes vom 02.03.2023 (BGBl. 2023 I Nr. 56)Verordnung über Betriebsbeauftragte für Abfall (Abfallbeauftragtenverordnung - AbfBeauftrV), Artikel 2 der Verordnung vom 02.12.2016 (BGBl. I S. 2770), zuletzt geändert durch Artikel 9 Absatz 2 des Gesetzes vom 30.09.2025 (BGBl. 2025 I Nr. 233)
▶ Unmittelbare Job- und Besetzungsalternativen
Im Folgenden werden Berufe oder Tätigkeiten genannt, die Ähnlichkeiten zum Ausgangsberuf aufweisen. Diese Berufe stellen für Bewerber eine mögliche Alternative dar. Darüber hinaus können Arbeitgeber Kräfte dieser Berufe als Alternativen für die Besetzung einer Arbeitsstelle im Ausgangsberuf in Betracht ziehen.Manche Alternativberufe umfassen nur Teiltätigkeiten des Ausgangsberufs, andere erfordern eine Einarbeitungszeit, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.Folgende unmittelbare Beschäftigungs- und Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Abfallbeauftragte/r an:Job- und Besetzungsalternativenfür die Gesamttätigkeit (i.d.R. kurze Einarbeitung):Ingenieur/Ingenieurin für AbfallwirtschaftGeprüfter Meister/Geprüfte Meisterin für Kreislauf- und Abfallwirtschaft und Städtereinigungin angrenzenden Berufen:Abfallberater/AbfallberaterinStaatlich geprüfter Techniker/Staatlich geprüfte Technikerin Fachrichtung AbfalltechnikEine Aufstellung aller möglichen Verwandtschaftsstufen findet man hier:Erläuterungen zu den einzelnen Verwandtschaftsstufen
Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit
Häufig gestellte Fragen zu Atık Sorumlusu / Atık Yönetimi Uzmanı
Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer
Was macht ein Abfallbeauftragter/Abfallbeauftragte in Deutschland? ▼
Der Beruf des Abfallbeauftragten oder der Abfallbeauftragten, wie er in Deutschland bekannt ist, ist eine Schlüsselposition, die dafür verantwortlich ist, dass die Abfallmanagementprozesse von Unternehmen und Institutionen gesetzeskonform, umweltfreundlich und effizient durchgeführt werden. Diese Fachkräfte überwachen, optimieren und stellen die Einhaltung der relevanten gesetzlichen Vorschriften in allen Phasen von der Abfallentstehung bis zur Entsorgung sicher. Ihr Ziel ist es, die Abfallmenge zu reduzieren, das Recycling zu fördern und die Umweltauswirkungen zu minimieren.
Personen, die diesen Beruf ausüben, planen, organisieren und kontrollieren die Prozesse der Abfalltrennung, -sammlung, -lagerung, -transport und -entsorgung. Ihr Arbeitsumfeld sind typischerweise Orte mit hoher Abfallentstehung, wie große Produktionsstätten, Industrieunternehmen, Krankenhäuser oder große Verwaltungsgebäude. Sie prüfen gesetzliche Vorschriften und erstellen Berichte im Büro und können auch Abfallsammelstellen vor Ort inspizieren, die Eignung von Abfallbehältern überprüfen und Personal im Abfallmanagement schulen. Zu den von ihnen verwendeten Werkzeugen gehören Abfallanalysegeräte, Datenbanken für Umweltvorschriften und Berichtssoftware.
Um diesen Beruf in Deutschland ausüben zu können, ist in der Regel ein Studium an einer Hochschule erforderlich. Ein Bachelor- oder Master-Abschluss in Umwelttechnik, Chemie, Biologie oder verwandten Naturwissenschaften bietet eine geeignete Grundlage für diese Position. Darüber hinaus sind spezielle Zusatzschulungen und gesetzlich vorgeschriebene Qualifizierungskurse, wie das Zertifikat zum „Abfallbeauftragten“, zwingend erforderlich, um diesen Beruf ausüben zu können. Diese Kurse vermitteln fundiertes Wissen in Bereichen wie Abfallrecht, Management gefährlicher Abfälle und Abfallentsorgungstechnologien.
Für internationale Studierende oder Fachkräfte, die in Deutschland in diesem Bereich Karriere machen möchten, ist es von großer Bedeutung, zunächst einen entsprechenden Hochschulabschluss zu besitzen und die Deutschkenntnisse (in der Regel C1-Niveau) zu verbessern. Der Prozess der Anerkennung bestehender Diplome in Deutschland ist ein wichtiger Schritt auf dem Karriereweg. Aufgrund der strengen Umweltgesetze und Nachhaltigkeitsziele Deutschlands ist das Potenzial, in diesem Bereich eine Anstellung zu finden, sehr hoch.
Ist Abfallbeauftragter/Abfallbeauftragte eine Ausbildung oder ein Studienberuf? ▼
In Deutschland folgt "Abfallbeauftragter/Abfallbeauftragte" einem Grundberuf — Einstiegsberuf, der keine formale Berufsausbildung oder einen bestimmten Abschluss erfordert.
Wie kann ich in Deutschland als Abfallbeauftragter/Abfallbeauftragte qualifiziert werden? ▼
Arbeitgebende erwarten häufig eine Weiterbildung im Bereich Umweltschutz oder Ver- und Entsorgung bzw. ein entsprechendes Studium.
Wo arbeiten Abfallbeauftragter/Abfallbeauftragte in Deutschland typischerweise? ▼
Abfallbeauftragte arbeiten meistin Werkstätten/Produktionshallen im Freien in BüroräumenSie arbeiten ggf. auchim Homeoffice bzw. mobil
Wie hoch ist das typische Gehalt für Abfallbeauftragter/Abfallbeauftragte in Deutschland? ▼
Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung (monatlich): 4.008 € bis 4.330 €Quelle:Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und SozialesHinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.