Amtlicher Fachassistent (Fleischkontrolleur)/Amtliche Fachassistentin (Fleischkontrolleurin)
Amtliche/r Fachassistent/in (Fleischkontrolleur/in)
Was ist Resmi Uzman Asistanı (Et Kontrolörü)?
Steckbrief
Berufstyp: AusbildungsberufAusbildungsartSchulische Ausbildung an unterschiedlichen Bildungseinrichtungen (durch eine europäische Verordnung geregelt, die in Bundes- bzw. Landesrecht umgesetzt ist) Ausbildungsdauer: Unterschiedlich, je nach Bildungsangebot und Unterrichtszeit (Vollzeit/Teilzeit)LernorteBildungseinrichtung und Praktikumsbetrieb
Beschreibung (Deutsch)
Was macht man in diesem Beruf?Amtliche Fachassistenten und -assistentinnen prüfen in Tierhaltungs-, Schlacht-, Zerlegungs- und Fleischverarbeitungsbetrieben die hygienischen Verhältnisse im Auftrag der amtlichen Lebensmittelüberwachung. Sie kontrollieren, ob die Vorschriften hinsichtlich Viehhaltung, Schlachtmethoden, Hygienestandards und Fleischkennzeichnung eingehalten werden. Dazu begutachten sie Schlachttiere, entnehmen nach dem Schlachten Fleischproben, untersuchen diese auf Trichinen (Fadenwürmer) und senden die Proben ggf. zur weiteren Untersuchung ins Labor. Zudem kontrollieren sie Abläufe wie das Verladen der Schlachttiere, die Schlachtmethoden und das Fleischzerlegen. Sie prüfen, unter welchen Bedingungen Fleisch verarbeitet, verpackt und transportiert wird. So überwachen sie z.B. die Fleischqualität, die Kennzeichnung und die Vergabe von Handelsklassen. Sie überprüfen auch, ob die Betriebe ihre Aufzeichnungen z.B. über Herkunft und Transportwege ordnungsgemäß führen.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Amtliche Fachassistenten und -assistentinnen finden Beschäftigung bei kommunalen Ämtern und Behörden, die für die Lebensmittelüberwachung und den Verbraucherschutz zuständig sind.Arbeitsorte:Amtliche Fachassistenten und -assistentinnen arbeiten in erster Liniein Schlacht- und Produktionshallenin Ställenin Lager- und Kühlräumenin Laborsin BüroräumenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchim Freienim Homeoffice bzw. mobilWelche Vorbildung wird erwartet?Für diese Ausbildung wird i.d.R. ein Hauptschulabschluss (je nach Bundesland auch Berufsreife, Berufsbildungsreife, erster allgemeinbildender Schulabschluss, erfolgreicher Abschluss der Mittelschule) vorgeschrieben.Darüber hinaus werden je nach Bildungseinrichtung z.B. ein Mindestalter, ein Führungszeugnis und der Nachweis der gesundheitlichen Eignung gefordert.Worauf kommt es an?Anforderungen: Verantwortungsbewusstsein (z.B. bei Temperaturmessungen in den Kühl-, Lager- und Verkaufsräumen)Sorgfalt (z.B. für das Erkennen von Krankheitsbildern bei Schlachttieren, um die Gesundheit der Verbraucher nicht zu gefährden)Beobachtungsgenauigkeit (z.B. für das Erkennen von Verstößen gegen die gesetzlichen Vorgaben, etwa unzureichende Kennzeichnung von Lebensmitteln)Psychische Stabilität (z.B. beim Umgang mit Schlachttieren)Schulfächer:Biologie (z.B. um die Physiologie und Pathologie von Schlachttieren sowie Mikrobiologie zu verstehen)Wirtschaft/Recht (z.B. um Rechtsvorschriften bei Fleischuntersuchungen zu beachten)Deutsch (z.B. um Listen, Berichte und Dokumentationen anzufertigen)Mathematik (z.B. um Untersuchungsergebnisse auszuwerten)Was verdient man in der Ausbildung?Während der Ausbildung erhält man keine Vergütung. Gegebenenfalls fallen Kosten an, z.B. Lehrgangsgebühren und Prüfungsgebühren.
Studiengänge, die zu diesem Beruf führen
Feld Rechts-, Wirtschaftswissenschaften →Der Beruf Amtlicher Fachassistent (Fleischkontrolleur)/Amtliche Fachassistentin (Fleischkontrolleurin) in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Rechts-, Wirtschaftswissenschaften:
- Betriebswirtschaftslehre/Business Studies
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Academic Presentation and Communication
Bachelor · Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes
Academic Reading and Writing
Bachelor · Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes
Accounting and Auditing
Master · Ruhr-Universität Bochum
Accounting and Auditing
Master · Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung
Accounting and Controlling
Master · Westfälische Hochschule Gelsenkirchen Bocholt Recklinghausen
Detaillierte Informationen
▶ Lernorte
Amtliche Fachassistenten und -assistentinnen werden in schulischer Form ausgebildet.Lernorte sindbei Präsenzveranstaltungen: Unterrichtsräume an der Bildungseinrichtung einschließlich Labors an den für die Lebensmittelüberwachung zuständigen Kommunal- oder Landesbehörden bzw. von diesen beauftragten Institutionenin der praktischen Ausbildung: von der zuständigen Behörde bestimmte Viehhaltungsbetriebe, Schlachtbetriebe, Zerlegungsbetriebe, Verarbeitungsbetriebe, Kühl- oder Gefrierhäuser, ggf. auch Einfuhruntersuchungsstellen
▶ Steckbrief
BerufstypAusbildungsberufAusbildungsartSchulische Ausbildung an unterschiedlichen Bildungseinrichtungen (durch eine europäische Verordnung geregelt, die in Bundes- bzw. Landesrecht umgesetzt ist)AusbildungsdauerUnterschiedlich, je nach Bildungsangebot und Unterrichtszeit (Vollzeit/Teilzeit)LernorteBildungseinrichtung und PraktikumsbetriebWas macht man in diesem Beruf?Amtliche Fachassistenten und -assistentinnen prüfen in Tierhaltungs-, Schlacht-, Zerlegungs- und Fleischverarbeitungsbetrieben die hygienischen Verhältnisse im Auftrag der amtlichen Lebensmittelüberwachung. Sie kontrollieren, ob die Vorschriften hinsichtlich Viehhaltung, Schlachtmethoden, Hygienestandards und Fleischkennzeichnung eingehalten werden. Dazu begutachten sie Schlachttiere, entnehmen nach dem Schlachten Fleischproben, untersuchen diese auf Trichinen (Fadenwürmer) und senden die Proben ggf. zur weiteren Untersuchung ins Labor. Zudem kontrollieren sie Abläufe wie das Verladen der Schlachttiere, die Schlachtmethoden und das Fleischzerlegen. Sie prüfen, unter welchen Bedingungen Fleisch verarbeitet, verpackt und transportiert wird. So überwachen sie z.B. die Fleischqualität, die Kennzeichnung und die Vergabe von Handelsklassen. Sie überprüfen auch, ob die Betriebe ihre Aufzeichnungen z.B. über Herkunft und Transportwege ordnungsgemäß führen.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Amtliche Fachassistenten und -assistentinnen finden Beschäftigung bei kommunalen Ämtern und Behörden, die für die Lebensmittelübe...
▶ Ausbildungsdauer
Unterschiedlich, je nach Bildungsangebot und Unterrichtszeit (Vollzeit/Teilzeit)
▶ Ausbildungsaufbau
Stundenverteilung (beispielhaft)Theoretischer Unterricht: 400 UnterrichtsstundenTierschutz (Transport und Schlachtung)Anatomie und PhysiologiePathologie und SeuchenlehreDurchführung der Schlachttier- und FleischuntersuchungHygiene (Haltungsbetrieb, Schlachthof, Schlachttechnologie)Marktrecht und OrganisationRechtskundeInfektionslehre und ParasitologieÜberwachung von BetriebenTierhaltungVerwaltungPraktischer Unterricht: 500 Unterrichtsstunden Gesamtstundenzahl:900 Unterrichtsstunden
▶ Ausbildungskosten
Je nach Bildungsgang z.B.:Lehrgangsgebühren bzw. SchulgeldAusnahme- und PrüfungsgebührenKosten für Fachliteratur und ArbeitsmittelKosten für BerufskleidungKosten für auswärtige Unterbringung
▶ Ausbildungsinhalte
Während der theoretischen und praktischen Ausbildung erwirbt man beispielsweise folgende Kenntnisse:wie Schlachttiere anatomisch und physiologisch beschaffen sind und was bei geschlachteten Tieren in pathologischer Hinsicht zu beachten ist von welchen Seuchen (insbesondere Virus-, Bakterien- und Parasitenerkrankungen) Schlachttiere befallen sein könnenwelche hygienischen Maßnahmen in Bezug auf Schlachtung, Fleisch, Betrieb und Personal erforderlich sindwie Proben entnommen werdenwelche Besonderheiten verschiedene Fleischarten aufweisenwie Fleisch auf Trichinen überprüft wird und Laborergebnisse beurteilt werdenwie das HACCP-Verfahren anzuwenden ist und wie HACCP-gestützte Verfahren überprüft werdenwie rohes Fleisch behandelt, verpackt, transportiert und zubereitet wirdwelche Schlacht- und Qualitätsprüfungsmethoden es gibt wie für artgerechte Viehhaltung und das Wohlbefinden von Tieren beim Transport und bis zur Schlachtung gesorgt wirdwie landwirtschaftliche Betriebe und Schlachthöfe hinsichtlich der Produktionsmethoden usw. organisiert sindwelche für die Tätigkeit geltenden Rechts- und Verwaltungsvorschriften sowie Umweltnormen es zu beachten giltwie Listen und Tagebücher zur Dokumentation anzufertigen sindPraxisWährend des praktischen Teils der Ausbildung werden die angehenden Amtlichen Fachassistenten und -assistentinnen u.a. in die Probeentnahme, Fleischuntersuchung und Hygieneüberprüfung eingewiesen und gewinnen berufstypische Erfahrungen in Schlachthöfen, Haltungs-, Zer...
▶ Ausbildungssituation
Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Theoretischer Unterricht:Unterrichtszeitbei Vollzeit: ganztägiger Unterricht an mindestens vier Wochentagenbei Teilzeit: Unterricht i.d.R. am Wochenende oder am Abend bzw. BlockunterrichtLernformi.d.R. Präsenzveranstaltungen: Teilnahme am Unterricht an der Bildungseinrichtung zusammen mit anderen angehenden Amtlichen Fachassistenten und -assistentinnen (ggf. nicht am Wohnort), Aufarbeitung der Inhalte zu HausePraktische Übungen:Praktische Mitarbeit (unter Anleitung), z.B. in einem von der zuständigen Behörde bestimmten Schlacht-, Zerlege-, Verarbeitungsbetrieb sowie in Veterinärämtern, Kühl- oder GefrierhäusernUmgebung: Gerüche in Schlachthöfen und Stallungen, steriles Arbeiten bei ProbenentnahmeKleidung: Schutzkleidung, z.B. HandschuheAnforderungen: Verantwortungsbewusstsein (z.B. bei Temperaturmessungen in den Kühl-, Lager- und Verkaufsräumen)Sorgfalt (z.B. für das Erkennen von Krankheitsbildern bei Schlachttieren, um die Gesundheit der Verbraucher nicht zu gefährden)Beobachtungsgenauigkeit (z.B. für das Erkennen von Verstößen gegen die gesetzlichen Vorgaben, etwa unzureichende Kennzeichnung von Lebensmitteln)Psychische Stabilität (z.B. beim Umgang mit Schlachttieren)
▶ Ausbildungsvergütung
Für die Ausbildung wird keine Vergütung gezahlt.
▶ Wichtige Schulfächer
Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:Biologie: z.B. um die Physiologie und Pathologie von Schlachttieren sowie Mikrobiologie zu verstehenWirtschaft/Recht: z.B. um Rechtsvorschriften bei Fleischuntersuchungen zu beachtenDeutsch: z.B. um Listen, Berichte und Dokumentationen anzufertigenMathematik: z.B. um Untersuchungsergebnisse auszuwerten
▶ Ausbildungsalternativen
Folgende Ausbildungsalternativen bieten sich für den Beruf Amtliche/r Fachassistent/in an:Bereich LebensmittelLebensmitteltechnischer Assistent/Lebensmitteltechnische AssistentinGemeinsamkeit:lebensmittel- und hygienerechtliche Vorschriften anwenden, Qualitätskontrollen durchführen, Proben nehmen und untersuchenBereich Sauberkeit und HygieneHygienekontrolleur/HygienekontrolleurinGemeinsamkeit:Hygienekontrollen durchführen, Proben entnehmen
▶ Entwicklung der Ausbildung
2004:Veröffentlichung der Verordnung mit besonderen Verfahrensvorschriften für die amtliche Überwachung zum menschlichen Verzehr bestimmter Erzeugnisse tierischen Ursprungs durch das Europäische ParlamentFestlegung der Anforderungen an die beruflichen Qualifikationen von amtlichen Tierärzten und -ärztinnen und die sie unterstützenden Fachkräfte2007:Verkündung der "Tierische Lebensmittel-Überwachungsverordnung" auf BundesebeneVerordnung des Bundes auf Grundlage der europäischen Verordnung mit Voraussetzungen für Amtliche Fachassistenten und -assistentinnen sowie der Verordnungsermächtigung für die Bundesländer
▶ Die Ausbildung im Überblick
Amtliche/r Fachassistent/in ist eine Ausbildung, die durch eine europäische Verordnung geregelt ist, die in Bundes- bzw. Landesrecht umgesetzt ist. Je nach Bildungsanbieter können z.B. Zugangsvoraussetzungen und Dauer der Ausbildung unterschiedlich sein.Teilweise beziehen sich die Schulungen entweder auf rotes Fleisch oder auf Geflügelfleisch.
▶ Verkürzungen/Verlängerungen
In einigen Bundesländern besteht die Möglichkeit, die praktische Ausbildung in nur einem von zwei Schwerpunkten (Rot- oder Weißfleisch) zu absolvieren. Dadurch verkürzt sich die Ausbildungszeit entsprechend.
▶ Abschluss-/Berufsbezeichnungen
AbschlussbezeichnungAmtlicher Fachassistent/Amtliche Fachassistentin
▶ Perspektiven nach der Ausbildung
Die passende Beschäftigung findenNach ihrer Ausbildung arbeiten Amtliche Fachassistenten und -assistentinnen bei kommunalen Ämtern und Behörden, die für die Lebensmittelüberwachung und den Verbraucherschutz zuständig sind.Die Beschäftigungsfähigkeit sichernDurch Anpassungsweiterbildung können Amtliche Fachassistenten und -assistentinnen ihre Fachkenntnisse aktuell halten oder auf den neuesten Stand bringen. Das Themenspektrum reicht dabei von Lebensmittel- und Küchenhygiene bis hin zu Labor.Beruflich weiterkommenAufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, eine Weiterbildung als Lebensmittelkontrolleur/in zu absolvieren.Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Lebensmittelchemie erwerben.
▶ Rechtliche Regelungen für die Ausbildung
Regelung auf EU-EbeneVerordnung (EU) 2017/625 des europäischen Parlaments und des Rates vom 15.03.2017 über amtliche Kontrollen und andere amtliche Tätigkeiten zur Gewährleistung der Anwendung des Lebens- und Futtermittelrechts und der Vorschriften über Tiergesundheit und Tierschutz, Pflanzengesundheit und Pflanzenschutzmittel, zur Änderung der Verordnungen (EG) Nr. 999/2001, (EG) Nr. 396/2005, (EG) Nr. 1069/2009, (EG) Nr. 1107/2009, (EU) Nr. 1151/2012, (EU) Nr. 652/2014, (EU) 2016/429 und (EU) 2016/2031 des Europäischen Parlaments und des Rates, der Verordnungen (EG) Nr. 1/2005 und (EG) Nr. 1099/2009 des Rates sowie der Richtlinien 98/58/EG, 1999/74/EG, 2007/43/EG, 2008/119/EG und 2008/120/EG des Rates und zur Aufhebung der Verordnungen (EG) Nr. 854/2004 und (EG) Nr. 882/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates, der Richtlinien 89/608/EWG, 89/662/EWG, 90/425/EWG, 91/496/EEG, 96/23/EG, 96/93/EG und 97/78/EG des Rates und des Beschlusses 92/438/EWG des Rates (Verordnung über amtliche Kontrollen) (ABl. EU L 95 S. 1), zuletzt geändert durch Verordnung (EU) 2024/3115 der Kommission vom 27.11.2024 (ABl. EU L 3115 S. 1)Regelung auf BundesebeneVerordnung zur Regelung bestimmter Fragen der amtlichen Überwachung des Herstellens, Behandelns und Inverkehrbringens von Lebensmitteln tierischen Ursprungs (Tierische Lebensmittel-Überwachungsverordnung - Tier-LMÜV) vom 08.08.2007 (BGBl. I S. 1816), zuletzt geändert durch Artikel 2 der Verordnung vom 11.04.2024 (BGBl. I Nr. 129)Regelung...
▶ Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung
Vorausgesetzt werden in der Regel mindestens ein Hauptschulabschluss sowie zum Teil ein Vorpraktikum oder der Nachweis über eine einschlägige Berufserfahrung bzw. ein Ausbildungs-/Arbeitsvertrag mit einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt.Darüber hinaus wird für den Zugang zur Ausbildung gefordert:Nachweis der gesundheitlichen Eignung durch ein ärztliches AttestFührungszeugnisggf. Mindestalter (z.B. 18 Jahre)Der Umgang mit Lebensmitteln erfordert eine Belehrung und eine Bescheinigung des Gesundheitsamtes.
Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit
Häufig gestellte Fragen zu Resmi Uzman Asistanı (Et Kontrolörü)
Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer
Was macht ein Amtlicher Fachassistent (Fleischkontrolleur)/Amtliche Fachassistentin (Fleischkontrolleurin) in Deutschland? ▼
Was macht man in diesem Beruf?Amtliche Fachassistenten und -assistentinnen prüfen in Tierhaltungs-, Schlacht-, Zerlegungs- und Fleischverarbeitungsbetrieben die hygienischen Verhältnisse im Auftrag der amtlichen Lebensmittelüberwachung. Sie kontrollieren, ob die Vorschriften hinsichtlich Viehhaltung, Schlachtmethoden, Hygienestandards und Fleischkennzeichnung eingehalten werden. Dazu begutachten sie Schlachttiere, entnehmen nach dem Schlachten Fleischproben, untersuchen diese auf Trichinen (Fadenwürmer) und senden die Proben ggf. zur weiteren Untersuchung ins Labor. Zudem kontrollieren sie Abläufe wie das Verladen der Schlachttiere, die Schlachtmethoden und das Fleischzerlegen. Sie prüfen, unter welchen Bedingungen Fleisch verarbeitet, verpackt und transportiert wird. So überwachen sie z.B. die Fleischqualität, die Kennzeichnung und die Vergabe von Handelsklassen. Sie überprüfen auch, ob die Betriebe ihre Aufzeichnungen z.B. über Herkunft und Transportwege ordnungsgemäß führen.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Amtliche Fachassistenten und -assistentinnen finden Beschäftigung bei kommunalen Ämtern und Behörden, die für die Lebensmittelüberwachung und den Verbraucherschutz zuständig sind.Arbeitsorte:Amtliche Fachassistenten und -assistentinnen arbeiten in erster Liniein Schlacht- und Produktionshallenin Ställenin Lager- und Kühlräumenin Laborsin BüroräumenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchim Freienim Homeoffice bzw. mobilWelche Vorbildung wird erwartet?Für diese Ausbildung wird i.d.R. ein Hauptschulabschluss (je nach Bundesland auch Berufsreife, Berufsbildungsreife, erster allgemeinbildender Schulabschluss, erfolgreicher Abschluss der Mittelschule) vorgeschrieben.Darüber hinaus werden je nach Bildungseinrichtung z.B. ein Mindestalter, ein Führungszeugnis und der Nachweis der gesundheitlichen Eignung gefordert.Worauf kommt es an?Anforderungen: Verantwortungsbewusstsein (z.B. bei Temperaturmessungen in den Kühl-, Lager- und Verkaufsräumen)Sorgfalt (z.B. für das Erkennen von Krankheitsbildern bei Schlachttieren, um die Gesundheit der Verbraucher nicht zu gefährden)Beobachtungsgenauigkeit (z.B. für das Erkennen von Verstößen gegen die gesetzlichen Vorgaben, etwa unzureichende Kennzeichnung von Lebensmitteln)Psychische Stabilität (z.B. beim Umgang mit Schlachttieren)Schulfächer:Biologie (z.B. um die Physiologie und Pathologie von Schlachttieren sowie Mikrobiologie zu verstehen)Wirtschaft/Recht (z.B. um Rechtsvorschriften bei Fleischuntersuchungen zu beachten)Deutsch (z.B. um Listen, Berichte und Dokumentationen anzufertigen)Mathematik (z.B. um Untersuchungsergebnisse auszuwerten)Was verdient man in der Ausbildung?Während der Ausbildung erhält man keine Vergütung. Gegebenenfalls fallen Kosten an, z.B. Lehrgangsgebühren und Prüfungsgebühren.
Ist Amtlicher Fachassistent (Fleischkontrolleur)/Amtliche Fachassistentin (Fleischkontrolleurin) eine Ausbildung oder ein Studienberuf? ▼
In Deutschland folgt "Amtlicher Fachassistent (Fleischkontrolleur)/Amtliche Fachassistentin (Fleischkontrolleurin)" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich.
Wie kann ich in Deutschland als Amtlicher Fachassistent (Fleischkontrolleur)/Amtliche Fachassistentin (Fleischkontrolleurin) qualifiziert werden? ▼
In Deutschland folgt "Amtlicher Fachassistent (Fleischkontrolleur)/Amtliche Fachassistentin (Fleischkontrolleurin)" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich. Ausländische Bewerber sollten vor der Bewerbung außerdem die Anerkennung des Abschlusses über anabin.kmk.org prüfen.
Wo arbeiten Amtlicher Fachassistent (Fleischkontrolleur)/Amtliche Fachassistentin (Fleischkontrolleurin) in Deutschland typischerweise? ▼
Amtliche Fachassistenten und -assistentinnen werden in schulischer Form ausgebildet.Lernorte sindbei Präsenzveranstaltungen: Unterrichtsräume an der Bildungseinrichtung einschließlich Labors an den für die Lebensmittelüberwachung zuständigen Kommunal- oder Landesbehörden bzw. von diesen beauftragten Institutionenin der praktischen Ausbildung: von der zuständigen Behörde bestimmte Viehhaltungsbetriebe, Schlachtbetriebe, Zerlegungsbetriebe, Verarbeitungsbetriebe, Kühl- oder Gefrierhäuser, ggf. auch Einfuhruntersuchungsstellen
Wie hoch ist das typische Gehalt für Amtlicher Fachassistent (Fleischkontrolleur)/Amtliche Fachassistentin (Fleischkontrolleurin) in Deutschland? ▼
Gehälter variieren je nach Region, Betriebsgröße und Erfahrung. Aktuelle Zahlen liefern BERUFENET oder Gehaltsportale wie gehalt.de und stepstone.de Gehaltsreport.