Was ist Akran Danışmanı (Peer-Berater/in)?
Beschreibung (Deutsch)
Peer-Berater und Peer-Beraterinnen sind Fachkräfte im Bereich der Sozialwissenschaften, die Menschen mit Behinderungserfahrung in Deutschland und ihren Angehörigen basierend auf ihren persönlichen Erfahrungen umfassende Informationen und Unterstützung zu den Themen selbstbestimmtes Leben, gesellschaftliche Inklusion und Teilhabe anbieten.
Studiengänge, die zu diesem Beruf führen
Feld Sozialwissenschaften →Der Beruf Peer-Berater/Peer-Beraterin in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Sozialwissenschaften:
- Arabistik/Islamwissenschaft
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- Christianity in Global Transformations
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- Geschichte
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- Psychologie
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- Sprechwissenschaft
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- Wissenschaft vom Christlichen Orient
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Detaillierte Informationen
▶ Medien
Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit BehinderungenBehindertenpädagogikBehindertenrecht (br)Enable Me. Leben mit Behinderung oder chronischer Krankheit.Fachportal Inklusion - Aktion Menschklischee-frei - Nationale Kooperationen zur Berufs- und Studienwahltalentplus. Das Portal zu Arbeitsleben und BehinderungZB Zeitschrift: Behinderung & Beruf
▶ Arbeitsorte
Peer-Berater und Peer-Beraterinnen arbeiten meistin Büro- und Besprechungsräumen in Räumen der zu beratenden Einrichtung (z.B. Unternehmen, Schulen)Sie arbeiten ggf. auch in Privaträumen bei Hausbesuchenim Homeoffice bzw. mobil
▶ Kompetenzen
Kernkompetenzen, die in diesem Beruf grundsätzlich erforderlich sind:AntidiskriminierungsberatungEinzelbetreuungGesundheitspädagogik, -beratungInklusionKundenberatung, -betreuungMenschen mit Behinderungen (Betreuung, Beratung etc.)Netzwerkarbeit (Soziale Arbeit)Öffentlichkeitsarbeit, Public RelationsOpfer- und BetroffenenberatungRehabilitationSoziale GruppenarbeitWeitere Kompetenzen, die für die Ausübung dieses Berufs bedeutsam sein können:AngehörigenberatungBehindertenpsychologieBetreuung nach BtG (Betreuungsgesetz)BetreuungsrechtBüro- und VerwaltungsarbeitenDatenschutzrechtExtremismuspräventionFreizeitgestaltungGesundheitsvorsorge (Prävention)KommunikationspsychologieKorrespondenzRecherche, InformationsbeschaffungRecht der Eingliederung von Menschen mit Behinderungen, SchwerbehindertenrechtSozialmanagementSozialpsychologieSozialrechtWeitere relevante Fertigkeiten und Kenntnisse:Kompetenzgruppe "Personengruppen"
▶ Arbeitssituation
Peer-Berater und Peer-Beraterinnen erstellen am Computer Verwaltungsunterlagen wie z.B. Gesprächsprotokolle. Im Rahmen der Beratung beantworten sie unterschiedliche Fragen, etwa zu medizinischen Dokumentationen und Gutachten, oder unterstützen beim Ausfüllen von Anträgen. Die Einzel- und Gruppentermine finden in den Büro- oder Besprechungsräumen von Beratungsstellen statt. Ggf. organisieren Peer-Berater und Peer-Beraterinnen in Schulen oder Unternehmen Informations- und Begegnungsveranstaltungen. Sie arbeiten unter Umständen etwas länger bzw. unregelmäßig, wenn sie sich bei einem Termin mehr Zeit als geplant nehmen müssen, um angemessen auf Sorgen und Fragen eingehen zu können. Auf der Grundlage eigener Erfahrungen planen bzw. gestalten Peer-Berater und Peer-Beraterinnen die Beratung weitgehend eigenständig. Im Umgang mit Ratsuchenden benötigen sie Einfühlungsvermögen und Kommunikationsfähigkeit. Mit Durchhaltevermögen und Überzeugungskraft ermutigen sie Menschen mit Behinderungen, eigene Wünsche zu äußern und ihre Rechte durchzusetzen. Gleichzeitig gehen sie geduldig auf individuelle Anliegen und Ängste ein. Obwohl Peer-Berater und Peer-Beraterinnen bei ihrer Tätigkeit häufig mit schweren Schicksalen bzw. gefühlsmäßig belastenden Situationen konfrontiert werden, bleiben sie psychisch stabil. Organisatorische und verwaltende Aufgaben erledigen sie sorgfältig und genau.
▶ Verdienst/Einkommen
Konkrete Aussagen zu den Verdienstmöglichkeiten können nicht getroffen werden, da die Höhe der Vergütung vom Beschäftigungsstatus und -umfang abhängt. Nebenberuflich und ehrenamtlich Beschäftigte erhalten i.d.R. eine Aufwandsentschädigung.
▶ Branchen im Einzelnen
SozialwesenSonstiges Sozialwesen a. n. g. (ohne Jugendarbeit und soziale Beratungsdienste), z.B. Beratungsstellen von Sozialen ZentrenSonstige soziale Beratungsdienste, z.B. Beratungsstellen von Organisationen für Menschen mit Behinderungen
▶ Zugang zur Tätigkeit
Voraussetzungen sind eigene Erfahrungen mit Behinderungen sowie i.d.R. die Teilnahme an einem einschlägigen Lehrgang. Arbeitgebende erwarten zudem teilweise ein Studium in Sozialer Arbeit, Pädagogik oder Psychologie.
▶ Zugangsstudienfächer
Soziale Arbeit (grundständig)Soziale Arbeit (weiterführend)Gesundheits-, Rehabilitationspsychologie (grundständig)Gesundheits-, Rehabilitationspsychologie (weiterführend)Heilpädagogik (grundständig)Heilpädagogik (weiterführend)Kommunikationspsychologie (grundständig)Kommunikationspsychologie (weiterführend)Pädagogische Psychologie (grundständig)Pädagogische Psychologie (weiterführend)Psychologie (grundständig)Psychologie (weiterführend)
▶ Arbeitsbereiche/Branchen
Peer-Berater und Peer-Beraterinnen finden Beschäftigung bei Beratungsstellen gemeinnütziger Organisationen.
▶ Tätigkeitsbezeichnungen
Peer-Berater/inAuch übliche Berufsbezeichnungen/SynonymePeer-Counselor/inTeilhabeberater/in
▶ Sonstige Zugangsbedingungen
Teilweise ist eine Fahrerlaubnis der Klasse B erforderlich.
▶ Die Tätigkeit im Überblick
Peer-Berater und Peer-Beraterinnen informieren Menschen mit Behinderungen sowie deren Angehörige auf Basis eigener Erfahrungen zu selbstbestimmter Lebensführung, Inklusion und Teilhabe.
▶ Stellen- und Bewerberbörsen
Diakonie Deutschland KarriereportalINFO SOZIAL Stellenmarktsozialberufe.chsozialeberufe.deStaffSanté.fr
▶ Verbände und Organisationen
BDH Bundesverband RehabilitationBerufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW)Bildungs-u. Forschungsinstitut zum selbstbest. Leben Behinderter e.V.Deutscher Berufsverband für Soziale Arbeit e.V. - DBSHDeutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V.
▶ Arbeitsbedingungen im Einzelnen
Bildschirmarbeit (z.B. Gesprächsprotokolle erstellen)Arbeit in Büroräumen (z.B. Einzelgespräche mit Ratsuchenden führen)unregelmäßige Arbeitszeiten (z.B. notfalls auch außerhalb der regulären Arbeitszeiten für Fragen bereitstehen)Verantwortung für Personen (z.B. Ratsuchende bei schwierigen Entscheidungsprozessen mit Auswirkungen auf deren zukünftige Lebenssituation unterstützen)Umgang mit Menschen mit Behinderungen (z.B. bei der Durchsetzung von Leistungsansprüchen unterstützen)Umgang mit kranken und verletzten Menschen (z.B. über Ansprüche auf Rehabilitations- und Wiedereingliederungsmaßnahmen informieren)Umgang mit Kindern und Jugendlichen (z.B. in Schulen Informationsveranstaltungen zum Thema Inklusion durchführen)Umgang mit alten Menschen (z.B. zu Pflegeangeboten beraten)Umgang mit problembelasteten Menschen (z.B. Angehörigen in seelischen Krisen beistehen)gefühlsmäßig belastende Situationen und Tätigkeiten (z.B. Personen mit schweren persönlichen Schicksalen beraten)
▶ Arbeitsgegenstände/Arbeitsmittel
Unterlagen, z.B.: medizinische Befunde und Berichte, Anträge, Gutachten, Gesprächsprotokolle, Informations- und Beratungsmaterialien, Datenschutzvorschriften, SozialgesetzbücherBüroausstattung, z.B.: PC, Internetzugang, Telefon, Videokonferenztools
▶ Aufgaben und Tätigkeiten kompakt
Peer-Berater und Peer-Beraterinnen stärken Menschen mit Behinderungen darin, möglichst selbstbestimmt zu leben. Da sie selbst Erfahrungen mit Behinderungen haben, können sie sich gut in die Situation einfühlen. In Einzel- und Gruppengesprächen motivieren sie Ratsuchende zu Reflexion und Veränderung. Zudem beraten sie zu Teilhabe, Inklusion sowie Rehabilitation und binden Angehörige ein. In der Öffentlichkeits- und Netzwerkarbeit setzen sie sich für gleichberechtigte Teilhabe im beruflichen sowie privaten Umfeld ein. Darüber hinaus informieren Peer-Berater und Peer-Beraterinnen Institutionen zum Thema Barrierefreiheit und organisieren Bildungs-, Freizeit- und Begegnungsmaßnahmen.
▶ Weiterbildung (berufliche Anpassung)
Anpassungsweiterbildung hilft, das berufliche Wissen aktuell zu halten und an neue Entwicklungen anzupassen (z.B. in den Bereichen Soziale Beratungsarbeit, Konfliktmanagement, Sozialrecht).
▶ Weiterbildung (beruflicher Aufstieg)
Weitere Berufs- und Karrierechancen eröffnen sich - je nach beruflicher Vorbildung - durch eine Aufstiegsweiterbildung (z.B. als Fachwirt/in - Gesundheits- und Sozialwesen) oder ein grundständiges oder weiterführendesStudium (z.B. im Studienfach Soziale Arbeit).Unter bestimmten Voraussetzungen ist auch ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung ein Studium möglich. Weitere Informationen:Zugang zur Hochschule in den einzelnen Bundesländern
▶ Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen
Menschen mit (drohenden) Behinderungen sowie deren Angehörige beraten und unterstützenaufgrund vergleichbarer Erfahrungen eine gemeinsame Basis etablierenGruppen- und Einzelberatungen durchführen (z.B. Fragen zu Teilhabe und Rehabilitation beantworten)Ratsuchende ermutigen, ihren eigenen Willen zu äußern und ihre Rechte durchzusetzenÖffentlichkeits- und Netzwerkarbeit betreiben zum Thema Behinderungen und Barrierefreiheit beraten Arbeitgebenden, Schulen, Institutionen, Organisationen sowie Angehörigen die Patientenperspektive vermittelndie Öffentlichkeit für die Belange von Menschen mit Behinderungen sensibilisierenNetzwerkarbeit innerhalb und außerhalb der Behindertenhilfe leisten Bildungs-, Freizeit- und Begegnungsmaßnahmen organisieren und durchführenggf. ehrenamtliche Helfer/innen begleiten und unterstützen
▶ Unmittelbare Job- und Besetzungsalternativen
Im Folgenden werden Berufe oder Tätigkeiten genannt, die Ähnlichkeiten zum Ausgangsberuf aufweisen. Diese Berufe stellen für Bewerber eine mögliche Alternative dar. Darüber hinaus können Arbeitgeber Kräfte dieser Berufe als Alternativen für die Besetzung einer Arbeitsstelle im Ausgangsberuf in Betracht ziehen.Manche Alternativberufe umfassen nur Teiltätigkeiten des Ausgangsberufs, andere erfordern eine Einarbeitungszeit, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.Folgende unmittelbare Beschäftigungs- und Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Peer-Berater/in an:Job- und Besetzungsalternativenfür die Gesamttätigkeit (i.d.R. kurze Einarbeitung):Sozialarbeiter/Sozialpädagoge / Sozialarbeiterin/Sozialpädagoginin angrenzenden Berufen:EUTB-Berater/EUTB-BeraterinGenesungsbegleiter/GenesungsbegleiterinIntegrationsfachkraft/InklusionsfachkraftRechtlicher Betreuer/Rechtliche BetreuerinEine Aufstellung aller möglichen Verwandtschaftsstufen findet man hier:Erläuterungen zu den einzelnen Verwandtschaftsstufen
Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit
Häufig gestellte Fragen zu Akran Danışmanı (Peer-Berater/in)
Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer
Was macht ein Peer-Berater/Peer-Beraterin in Deutschland? ▼
Peer-Berater und Peer-Beraterinnen sind Fachkräfte im Bereich der Sozialwissenschaften, die Menschen mit Behinderungserfahrung in Deutschland und ihren Angehörigen basierend auf ihren persönlichen Erfahrungen umfassende Informationen und Unterstützung zu den Themen selbstbestimmtes Leben, gesellschaftliche Inklusion und Teilhabe anbieten.
Ist Peer-Berater/Peer-Beraterin eine Ausbildung oder ein Studienberuf? ▼
In Deutschland folgt "Peer-Berater/Peer-Beraterin" einem Grundberuf — Einstiegsberuf, der keine formale Berufsausbildung oder einen bestimmten Abschluss erfordert.
Wie kann ich in Deutschland als Peer-Berater/Peer-Beraterin qualifiziert werden? ▼
Voraussetzungen sind eigene Erfahrungen mit Behinderungen sowie i.d.R. die Teilnahme an einem einschlägigen Lehrgang. Arbeitgebende erwarten zudem teilweise ein Studium in Sozialer Arbeit, Pädagogik oder Psychologie.
Wo arbeiten Peer-Berater/Peer-Beraterin in Deutschland typischerweise? ▼
Peer-Berater und Peer-Beraterinnen arbeiten meistin Büro- und Besprechungsräumen in Räumen der zu beratenden Einrichtung (z.B. Unternehmen, Schulen)Sie arbeiten ggf. auch in Privaträumen bei Hausbesuchenim Homeoffice bzw. mobil
Wie hoch ist das typische Gehalt für Peer-Berater/Peer-Beraterin in Deutschland? ▼
Konkrete Aussagen zu den Verdienstmöglichkeiten können nicht getroffen werden, da die Höhe der Vergütung vom Beschäftigungsstatus und -umfang abhängt. Nebenberuflich und ehrenamtlich Beschäftigte erhalten i.d.R. eine Aufwandsentschädigung.