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Sattler/Sattlerin Fachrichtung Reitsportsattlerei

Sattler/in - Reitsportsattlerei

Ausbildung Mathematik, Naturwissenschaften KldB B 28322

Was ist Binicilik Sporu Saraçlığı Saraçı?

Was macht man in diesem Beruf?Sattler/innen der Fachrichtung Reitsportsattlerei stellen nach Kundenwunsch Sättel, Zaumzeug, Pferdegeschirre und andere Sportartikel aus Leder her. Grundlage dafür sind neben ihren handwerklichen Fertigkeiten auch ihre Kenntnisse der Anatomie und der Bewegungsabläufe von Pferden. Hauptsächlich verarbeiten sie Leder, aber auch Textilien und Kunststoffe. Wenn sie z.B. einen Sattel anfertigen, nehmen sie zunächst am Pferd Maß und beobachten seine Bewegungen. Anhand der ermittelten Maße fertigen Sattler/innen der Fachrichtung Reitsportsattlerei Schablonen für den Zuschnitt an. Anschließend schneiden sie die Einzelteile zu, schärfen die Lederkanten und schlagen sie ein. Dann fügen sie die Lederteile durch Nähen, Kleben, z.T. auch Klammern, zusammen und polstern den Sattel auf. Die Näharbeiten führen sie entweder von Hand oder mit Maschinen aus. Schnallen und Beschläge komplettieren Sattel und Geschirr. Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Sattler/innen der Fachrichtung Reitsportsattlerei finden Beschäftigungin Fachbetrieben des Sattlerhandwerks in Unternehmen der SportartikelindustrieArbeitsorte:Sattler/innen der Fachrichtung Reitsportsattlerei arbeiten in erster Linie in Werkstättenin Verkaufsräumen oder LädenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchin Stallungen oder im FreienWelcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)mittlerer Bildungsabschluss [44.0%]44Hochschulreife [44.0%]44Sonstige [12.0%]12Worauf kommt es an?Anforderungen:Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination (z.B. beim Anfertigen von Ziernähten oder Zuschneiden der Lederelemente) Handwerkliches Geschick (z.B. beim Vernähen von Lederteilen und Gurten) Sorgfalt und Beobachtungsgenauigkeit (z.B. beim Maßnehmen am Pferd, Bewegungsabläufe von Pferden beobachten)Kreativität und Sinn für Ästhetik (z.B. Gestalten von optisch ansprechenden Sätteln, Geschirren und anderen Reitsportartikeln)Schulfächer:Werken/Textiles Gestalten/Technik (z.B. um Leder zu schärfen und Sättel zu polstern)Mathematik (z.B. um den Materialbedarf zu berechnen)Biologie (z.B. um Bewegungsabläufe von Pferd und Reiter richtig einzuschätzen)Was verdient man in der Ausbildung?Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:1. Ausbildungsjahr: 810 € (Handwerk), 1.110 € (Industrie)2. Ausbildungsjahr: 900 € (Handwerk), 1.150 € (Industrie)3. Ausbildungsjahr: 1.000 € (Handwerk), 1.180 € (Industrie)

Steckbrief

Berufstyp: Anerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung in Industrie und Handwerk (geregelt durch Ausbildungsverordnung) Ausbildungsdauer: 3 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)

Beschreibung (Deutsch)

Was macht man in diesem Beruf?Sattler/innen der Fachrichtung Reitsportsattlerei stellen nach Kundenwunsch Sättel, Zaumzeug, Pferdegeschirre und andere Sportartikel aus Leder her. Grundlage dafür sind neben ihren handwerklichen Fertigkeiten auch ihre Kenntnisse der Anatomie und der Bewegungsabläufe von Pferden. Hauptsächlich verarbeiten sie Leder, aber auch Textilien und Kunststoffe. Wenn sie z.B. einen Sattel anfertigen, nehmen sie zunächst am Pferd Maß und beobachten seine Bewegungen. Anhand der ermittelten Maße fertigen Sattler/innen der Fachrichtung Reitsportsattlerei Schablonen für den Zuschnitt an. Anschließend schneiden sie die Einzelteile zu, schärfen die Lederkanten und schlagen sie ein. Dann fügen sie die Lederteile durch Nähen, Kleben, z.T. auch Klammern, zusammen und polstern den Sattel auf. Die Näharbeiten führen sie entweder von Hand oder mit Maschinen aus. Schnallen und Beschläge komplettieren Sattel und Geschirr. Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Sattler/innen der Fachrichtung Reitsportsattlerei finden Beschäftigungin Fachbetrieben des Sattlerhandwerks in Unternehmen der SportartikelindustrieArbeitsorte:Sattler/innen der Fachrichtung Reitsportsattlerei arbeiten in erster Linie in Werkstättenin Verkaufsräumen oder LädenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchin Stallungen oder im FreienWelcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)mittlerer Bildungsabschluss [44.0%]44Hochschulreife [44.0%]44Sonstige [12.0%]12Worauf kommt es an?Anforderungen:Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination (z.B. beim Anfertigen von Ziernähten oder Zuschneiden der Lederelemente) Handwerkliches Geschick (z.B. beim Vernähen von Lederteilen und Gurten) Sorgfalt und Beobachtungsgenauigkeit (z.B. beim Maßnehmen am Pferd, Bewegungsabläufe von Pferden beobachten)Kreativität und Sinn für Ästhetik (z.B. Gestalten von optisch ansprechenden Sätteln, Geschirren und anderen Reitsportartikeln)Schulfächer:Werken/Textiles Gestalten/Technik (z.B. um Leder zu schärfen und Sättel zu polstern)Mathematik (z.B. um den Materialbedarf zu berechnen)Biologie (z.B. um Bewegungsabläufe von Pferd und Reiter richtig einzuschätzen)Was verdient man in der Ausbildung?Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:1. Ausbildungsjahr: 810 € (Handwerk), 1.110 € (Industrie)2. Ausbildungsjahr: 900 € (Handwerk), 1.150 € (Industrie)3. Ausbildungsjahr: 1.000 € (Handwerk), 1.180 € (Industrie)

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Mathematik, Naturwissenschaften →

Der Beruf Sattler/Sattlerin Fachrichtung Reitsportsattlerei in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Mathematik, Naturwissenschaften:

Detaillierte Informationen

Lernorte

Sattler/innen der Fachrichtung Reitsportsattlerei werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. Fachbetriebe des Sattler-Handwerks): Werkstätten, Verkaufsräume, Stallungen, im FreienBerufsschule: UnterrichtsräumeKönnen Betriebe nicht alle geforderten Ausbildungsinhalte vermitteln, besteht die Möglichkeit, Teile der Ausbildung in überbetriebliche Ausbildungsstätten zu verlagern.Hinweis: Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit:für die Länder Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland in Kelheim (Bayern):Staatl. berufl. Schulzentrum Kelheim, staatl. Wirtschafts- schule Abensbergfür die Länder Bremen, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen in Herford (Nordrhein-Westfalen): Anna-Siemsen-Berufskolleg des Kreises Herfordfür die Länder Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein in Rendsburg (Schleswig-Holstein):Berufsbildungszentrum am Nord-Ostsee-Kanal- AöR -Europaschule-für die Länder Brandenburg (Auszubildende aus dem Umkreis Berlin besuchen nach Absprachen zwischen Berlin und Brandenburg die Berufsschule in Berlin), Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in Hermsdorf (Thüringen): Staatliches Berufsschulzentrum Hermsdorf-Schleiz-PößneckQuelle: Übersicht länderübergreifender Fachklassen (Stand: 27.03.2025)

Steckbrief

BerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung in Industrie und Handwerk (geregelt durch Ausbildungsverordnung)Ausbildungsdauer 3 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)Was macht man in diesem Beruf?Sattler/innen der Fachrichtung Reitsportsattlerei stellen nach Kundenwunsch Sättel, Zaumzeug, Pferdegeschirre und andere Sportartikel aus Leder her. Grundlage dafür sind neben ihren handwerklichen Fertigkeiten auch ihre Kenntnisse der Anatomie und der Bewegungsabläufe von Pferden. Hauptsächlich verarbeiten sie Leder, aber auch Textilien und Kunststoffe. Wenn sie z.B. einen Sattel anfertigen, nehmen sie zunächst am Pferd Maß und beobachten seine Bewegungen. Anhand der ermittelten Maße fertigen Sattler/innen der Fachrichtung Reitsportsattlerei Schablonen für den Zuschnitt an. Anschließend schneiden sie die Einzelteile zu, schärfen die Lederkanten und schlagen sie ein. Dann fügen sie die Lederteile durch Nähen, Kleben, z.T. auch Klammern, zusammen und polstern den Sattel auf. Die Näharbeiten führen sie entweder von Hand oder mit Maschinen aus. Schnallen und Beschläge komplettieren Sattel und Geschirr. Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Sattler/innen der Fachrichtung Reitsportsattlerei finden Beschäftigungin Fachbetrieben des Sattlerhandwerks in Unternehmen der SportartikelindustrieArbeitsorte:Sattler/innen der Fachrichtung Reitsportsattlerei arbeiten in erster Linie in Werkstättenin Verkaufsräumen oder LädenDarüber hinaus arbeiten...

BERUF AKTUELL

BerufsbezeichnungSattler/in der Fachrichtung ReitsportsattlereiWas macht man in diesem Beruf?Sattler/innen der Fachrichtung Reitsportsattlerei stellen nach Kundenwunsch Sättel, Zaumzeug, Pferdegeschirre und andere Sportartikel aus Leder her. Grundlage dafür sind neben ihren handwerklichen Fertigkeiten auch ihre Kenntnisse der Anatomie und der Bewegungsabläufe von Pferden. Hauptsächlich verarbeiten sie Leder, aber auch Textilien und Kunststoffe. Wenn sie z.B. einen Sattel anfertigen, nehmen sie zunächst am Pferd Maß und beobachten seine Bewegungen. Anhand der ermittelten Maße fertigen Sattler/innen der Fachrichtung Reitsportsattlerei Schablonen für den Zuschnitt an. Anschließend schneiden sie die Einzelteile zu, schärfen die Lederkanten und schlagen sie ein. Dann fügen sie die Lederteile durch Nähen, Kleben, z.T. auch Klammern, zusammen und polstern den Sattel auf. Die Näharbeiten führen sie entweder von Hand oder mit Maschinen aus. Schnallen und Beschläge komplettieren Sattel und Geschirr. Wo arbeitet man?Sattler/innen der Fachrichtung Reitsportsattlerei finden Beschäftigungin Fachbetrieben des Sattlerhandwerks in Unternehmen der SportartikelindustrieWeitereBerufe mit Leder

Ausbildungsdauer

3 Jahre

Ausbildungsaufbau

Die Ausbildung wird parallel im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule durchgeführt. Der Berufsschulunterricht findet an bestimmten Wochentagen oder in Blockform statt.Auszug aus dem Ausbildungsrahmenplan und dem Rahmenlehrplan1. - 18. Ausbildungsmonat:Ausbildung im Betrieb und nach Bedarf in überbetrieblichen Lehrgängen:Be- und Verarbeiten von Werk- und HilfsstoffenHandhaben und Warten von Werkzeugen, Geräten, Maschinen und technischen EinrichtungenZuschneiden von Werk- und HilfsstoffenAusführen von NäharbeitenFertigstellen und Montieren von WerkstückenDurchführen von qualitätssichernden MaßnahmenPlanen und Vorbereiten von Arbeitsabläufen, KundenorientierungAnfertigen und Anwenden von technischen UnterlagenAnwenden von Informations- und Kommunikationstechniken1. und 2. Ausbildungsjahr:Ausbildung in der Berufsschule in den Lernfeldern:Bearbeiten von KundenaufträgenHerstellen von Lederwaren mit handgeführten Werkzeugenmaschinelles Fertigen von SattlereierzeugnissenVerarbeiten und Verbinden von unterschiedlichen MaterialienHerstellen von Polsterungen und FüllungenReparieren von LederartikelnEntwerfen und Gestalten von SattlereierzeugnissenKalkulieren und Dokumentieren von KundenaufträgenZwischenprüfung vor Ende des 2. Ausbildungsjahres19. - 36. Ausbildungsmonat:Ausbildung im Betrieb und nach Bedarf in überbetrieblichen Lehrgängen:Vertiefen der Kenntnisse aus den ersten 18 Monaten PolsternHerstellen, Anpassen und Montieren von Reitsportzubehör und FahrsportartikelnHerstellen...

Ausbildungskosten

Für die Durchführung der Ausbildung werden keine Kosten erhoben. Der ausbildende Betrieb stellt die für den betrieblichen Teil der Ausbildung benötigten Ausbildungsmittel zur Verfügung und bezahlt die Prüfungsgebühren.Soweit nicht anders geregelt, müssen die Auszubildenden die Kosten der Lernmittel für den Unterricht in der Berufsschule und für Berufskleidung selber tragen. Zudem können Kosten entstehen, wenn Ausbildungsstätten vom Wohnort entfernt sind.FörderungsmöglichkeitenIn bestimmten Lebenssituationen können die Auszubildenden Berufsausbildungsbeihilfe erhalten.Weitere Informationen:Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)

Ausbildungsinhalte

Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:welche Arten von Leder es gibt, wie man sie nach Herkunft, Gerbarten und Eigenschaften unterscheidet und sie verschiedenen Verarbeitungsmöglichkeiten zuordnetwelche Werk- und Hilfsstoffe es gibt, beispielsweise Textilien, Kunstleder, Kunststoffe, Metalle und Klebstoffewelche Polsterungstechniken es gibt und wie man Polsterteile aus Schaumstoffen oder durch Wattierung herstelltwelche Zurichtungs- und Veredelungstechniken es gibt welche anatomischen Merkmale und Bewegungsabläufe zu berücksichtigen sindwie man Sattelteile misst und zuschneidet, die Näharbeiten ausführt und Ziernähte anbringtwas bei der Herstellung der Polsterungen zu beachten istwie man Reitsportzubehör kundenbezogen anpasstwie Sättel restauriert werden könnenwie man andere Sportartikel aus Leder herstellt und repariertDarüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Organisation des Ausbildungsbetriebs und Umweltschutz vermittelt.In der Berufsschule erwirbt man weitere Kenntnisse:in berufsspezifischen Lernfeldern (z.B. Entwerfen und Gestalten von Sattlereierzeugnissen, Überwachen eines Fertigungsprozesses, Kalkulieren und Dokumentieren von Kundenaufträgen)in allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch und Wirtschafts- und Sozialkunde

Ausbildungssituation

Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Im BetriebPraktische Mitarbeit (unter Anleitung): z.B. am Pferd Maß nehmen, Lederteile vernähen, Beschläge und Zubehör anbringenUmgebung: in Werkstätten bei Maschinenlärm und Geruchseinflüssen, in Ställen oder im Freien bei unterschiedlichen Witterungseinflüssen, in Verkaufsräumen mit KundenKleidung: z.T. Schutzausrüstung (z.B. Atemschutzmaske, Gehörschutz)Arbeitszeit: in Industriebetrieben Schichtarbeit, in Handwerksbetrieben mit Ladengeschäft Samstagsarbeit möglichAnforderungen:Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination (z.B. beim Anfertigen von Ziernähten oder Zuschneiden der Lederelemente) Handwerkliches Geschick (z.B. beim Vernähen von Lederteilen und Gurten) Sorgfalt und Beobachtungsgenauigkeit (z.B. beim Maßnehmen am Pferd, Bewegungsabläufe von Pferden beobachten)Kreativität und Sinn für Ästhetik (z.B. Gestalten von optisch ansprechenden Sätteln, Geschirren und anderen Reitsportartikeln)An der BerufsschuleUnterricht an einem oder zwei Tagen pro Woche oder als Blockunterricht

Ausbildung im Ausland

Auszubildende können Teile der Ausbildung im Ausland absolvieren, z.B.:Verschiedene europäische LänderAuslandspraktikum im Rahmen der Zusatzqualifikation "Europaassistent/in"Dauer: mindestens 3 WochenZugangsvoraussetzung: mittlerer Bildungsabschluss Weitere Informationen zur Zusatzqualifikation Europaassistent/in

Ausbildungsvergütung

Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Findet die Ausbildung in schulischer Form statt (z.B. an einer Berufsfachschule oder im 1. Ausbildungsjahr als Berufsgrundbildungsjahr BGJ), wird keine Ausbildungsvergütung gezahlt.Beispiel Raumausstatter- und Sattlerhandwerk (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 810 €2. Ausbildungsjahr: 900 €3. Ausbildungsjahr: 1.000 €Beispiel Lederwaren- und Kofferindustrie (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.110 €2. Ausbildungsjahr: 1.150 €3. Ausbildungsjahr: 1.180 €Quellen:Tarifinformationen des Bundes und der Länder (z.B. Bundesministerium für Arbeit und Soziales, WSI-Tarifarchiv, Tarifarchive der Bundesländer)Die tarifvertragliche Regelung gilt für das gesamte Bundesgebiet.Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:Werken/Textiles Gestalten/Technik: z.B. um Leder zu schärfen und Sättel zu polsternMathematik: z.B. um den Materialbedarf zu berechnenBiologie: z.B. um Bewegungsabläufe von Pferd und Reiter richtig einzuschätzen

Zusatzqualifikationen

Die Zusatzqualifikation "Betriebsassistent/in im Handwerk" richtet sich an Auszubildende mit Fachoberschul- oder Hochschulreife. Die Auszubildenden erwerben parallel zur handwerklichen Ausbildung kaufmännische Kenntnisse. Sie besuchen zusätzlichen Berufsschulunterricht, z.B. in Rechnungswesen oder Wirtschaftslehre. Zudem legen sie die Prüfung zum Fachmann bzw. zur Fachfrau für kaufmännische Betriebsführung (HwO) ab und weisen den erfolgreichen Besuch des Fremdsprachenunterrichts nach. Die zuständige Handwerkskammer erteilt weitere Informationen, z.B.:HWK Düsseldorf – Betriebsassistent/in im HandwerkDie Zusatzqualifikation "Europaassistent/in" richtet sich an Auszubildende mit mindestens einem mittleren Bildungsabschluss. Sie erweitert die Erstausbildung um interkulturelle Kompetenzen und bietet den Auszubildenden die Möglichkeit, Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern. Dazu besuchen die Auszubildenden zusätzlichen Berufsschulunterricht, z.B. im Europäischen Waren- und Wirtschaftsrecht, und absolvieren ein mehrwöchiges Praktikum im Ausland. Die zuständige Kammer erteilt weitere Informationen, z.B.:Europaassistent/in

Ausbildungsalternativen

Folgende Ausbildungsalternativen bieten sich für den Beruf Sattler/in der Fachrichtung Reitsportsattlerei an:Bereich LederSattler/Sattlerin Fachrichtung FeintäschnereiSattler/Sattlerin Fachrichtung FahrzeugsattlereiMaßschuhmacher/Maßschuhmacherin Fachrichtung MaßschuheMaßschuhmacher/Maßschuhmacherin Fachrichtung SchaftbauOrthopädieschuhmacher/OrthopädieschuhmacherinSchuhfertiger/SchuhfertigerinFahrzeuginterieur-Mechaniker/Fahrzeuginterieur-MechanikerinPolsterer/PolsterinGemeinsamkeit:Lederprodukte herstellen

Entwicklung der Ausbildung

1939:Anerkennung des Berufs Sattler/in1983:Ausbildungsordnung nach dem Berufsbildungsgesetz für den Beruf Sattler/in tritt in KraftModernisierung der Ausbildung1998:Zusammenfassung des Sattlerhandwerks mit dem Feintäschnerhandwerk zum Sattler- und Feintäschnerhandwerk Weiterbestehen des Berufs Sattler/in2005:Neue Ausbildungsordnung für den Beruf Sattler/in tritt in KraftNeufassung der BerufsausbildungAusbildung in Fachrichtungen (Fahrzeugsattlerei, Feintäschnerei, Reitsportsattlerei, Feinsattler/in, Feintäschner/in, Täschner/in)Aufhebung der Vorläuferberufe Sattler/Sattlerin (ohne Fachrichtungen)Feinsattler/FeinsattlerinFeintäschner/FeintäschnerinTäschner/Täschnerin2020:Novellierung des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): z.B. Einführung einer Mindestausbildungsvergütung; Erweiterung der Möglichkeit, Ausbildungen in Teilzeit zu absolvieren. Verbessert wird auch die Durchlässigkeit innerhalb der beruflichen Bildung. So können Ausbildungsordnungen vorsehen, dass Auszubildende bei nicht bestandener Abschluss- bzw. Gesellenprüfung in einem Beruf, der auf einem zweijährigen Ausbildungsberuf aufbaut, den Abschluss der zweijährigen Ausbildung erwerben. 2024:Inkrafttreten des Berufsbildungsvalidierungs- und -digitalisierungsgesetzes mit Anpassungen im Berufsbildungsgesetz (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. gesetzliche Verankerung der Möglichkeit des digitalen mobilen Ausbildens; Einführung eines Feststellungs- und Bescheinigungsverfahrens (Berufsval...

Die Ausbildung im Überblick

Sattler/in der Fachrichtung Reitsportsattlerei ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf in Industrie und Handwerk.

Abschluss-/Berufsbezeichnungen

Abschlussbezeichnung Sattler/Sattlerin - Fachrichtung Reitsportsattlerei

Perspektiven nach der Ausbildung

Mit Zusatzqualifikationen Chancen verbessernEine gute Startposition können sich angehende Sattler/innen der Fachrichtung Reitsportsattlerei verschaffen, indem sie bereits während ihrer Ausbildung Zusatzqualifikationen erwerben, z.B. als Betriebsassistent/in im Handwerk oder im Bereich Europäisches Waren- und Wirtschaftsrecht durch die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in".Die passende Beschäftigung findenNach ihrer Ausbildung arbeiten Sattler/innen der Fachrichtung Reitsportsattlerei vor allem in Fachbetrieben des Sattler-Handwerks.Die Beschäftigungsfähigkeit sichernDurch Anpassungsweiterbildung, z.B. im Bereich Lederverarbeitung, kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern.Beruflich weiterkommenEine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, die Prüfung als Sattler- und Feintäschnermeister/in abzulegen. Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Textil-, Bekleidungstechnik erwerben. Sich selbstständig machenAuch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. mit einem auf den Reitsport spezialisierten Betrieb des Sattler- und Feintäschner-Handwerks oder auch mit einem Fachhandel für Reitsportartikel.

Schulische Vorbildung in der Praxis

Im Jahr 2024 gab es in den Ausbildungsbereichen Handwerk sowie Industrie und Handel insgesamt 27 Ausbildungsanfänger bzw. -anfängerinnen. 44 Prozent verfügten über einen mittleren Bildungsabschluss bzw. die Hochschulreife. Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)mittlerer Bildungsabschluss [44.0%]44Hochschulreife [44.0%]44Sonstige [12.0%]12Quelle:Die Angaben orientieren sich an den Informationen des Datensystems Auszubildende (DAZUBI) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).

Rechtliche Regelungen für die Ausbildung

Rechtsvorschriften und Empfehlungen zur AusbildungVerordnung über die Berufsausbildung zum Sattler/zur Sattlerin (SaAusbV) vom 23.03.2005 (BGBl. I S. 913), geändert durch Artikel 1 der Verordnung vom 14.02.2011 (BGBl. I S. 263)Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf Sattler/Sattlerin (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 18.03.2005)

Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Anrechnungs- und Fortsetzungsmöglichkeiten

Eine abgeschlossene Ausbildung zur Fachkraft für Lederverarbeitung kann auf die Ausbildung zum Sattler/zur Sattlerin der Fachrichtung Reitsportsattlerei angerechnet werden.

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Binicilik Sporu Saraçlığı Saraçı

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Sattler/Sattlerin Fachrichtung Reitsportsattlerei in Deutschland?

Was macht man in diesem Beruf?Sattler/innen der Fachrichtung Reitsportsattlerei stellen nach Kundenwunsch Sättel, Zaumzeug, Pferdegeschirre und andere Sportartikel aus Leder her. Grundlage dafür sind neben ihren handwerklichen Fertigkeiten auch ihre Kenntnisse der Anatomie und der Bewegungsabläufe von Pferden. Hauptsächlich verarbeiten sie Leder, aber auch Textilien und Kunststoffe. Wenn sie z.B. einen Sattel anfertigen, nehmen sie zunächst am Pferd Maß und beobachten seine Bewegungen. Anhand der ermittelten Maße fertigen Sattler/innen der Fachrichtung Reitsportsattlerei Schablonen für den Zuschnitt an. Anschließend schneiden sie die Einzelteile zu, schärfen die Lederkanten und schlagen sie ein. Dann fügen sie die Lederteile durch Nähen, Kleben, z.T. auch Klammern, zusammen und polstern den Sattel auf. Die Näharbeiten führen sie entweder von Hand oder mit Maschinen aus. Schnallen und Beschläge komplettieren Sattel und Geschirr. Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Sattler/innen der Fachrichtung Reitsportsattlerei finden Beschäftigungin Fachbetrieben des Sattlerhandwerks in Unternehmen der SportartikelindustrieArbeitsorte:Sattler/innen der Fachrichtung Reitsportsattlerei arbeiten in erster Linie in Werkstättenin Verkaufsräumen oder LädenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchin Stallungen oder im FreienWelcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)mittlerer Bildungsabschluss [44.0%]44Hochschulreife [44.0%]44Sonstige [12.0%]12Worauf kommt es an?Anforderungen:Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination (z.B. beim Anfertigen von Ziernähten oder Zuschneiden der Lederelemente) Handwerkliches Geschick (z.B. beim Vernähen von Lederteilen und Gurten) Sorgfalt und Beobachtungsgenauigkeit (z.B. beim Maßnehmen am Pferd, Bewegungsabläufe von Pferden beobachten)Kreativität und Sinn für Ästhetik (z.B. Gestalten von optisch ansprechenden Sätteln, Geschirren und anderen Reitsportartikeln)Schulfächer:Werken/Textiles Gestalten/Technik (z.B. um Leder zu schärfen und Sättel zu polstern)Mathematik (z.B. um den Materialbedarf zu berechnen)Biologie (z.B. um Bewegungsabläufe von Pferd und Reiter richtig einzuschätzen)Was verdient man in der Ausbildung?Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:1. Ausbildungsjahr: 810 € (Handwerk), 1.110 € (Industrie)2. Ausbildungsjahr: 900 € (Handwerk), 1.150 € (Industrie)3. Ausbildungsjahr: 1.000 € (Handwerk), 1.180 € (Industrie)

Ist Sattler/Sattlerin Fachrichtung Reitsportsattlerei eine Ausbildung oder ein Studienberuf?

In Deutschland folgt "Sattler/Sattlerin Fachrichtung Reitsportsattlerei" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich.

Wie kann ich in Deutschland als Sattler/Sattlerin Fachrichtung Reitsportsattlerei qualifiziert werden?

In Deutschland folgt "Sattler/Sattlerin Fachrichtung Reitsportsattlerei" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich. Ausländische Bewerber sollten vor der Bewerbung außerdem die Anerkennung des Abschlusses über anabin.kmk.org prüfen.

Wo arbeiten Sattler/Sattlerin Fachrichtung Reitsportsattlerei in Deutschland typischerweise?

Sattler/innen der Fachrichtung Reitsportsattlerei werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. Fachbetriebe des Sattler-Handwerks): Werkstätten, Verkaufsräume, Stallungen, im FreienBerufsschule: UnterrichtsräumeKönnen Betriebe nicht alle geforderten Ausbildungsinhalte vermitteln, besteht die Möglichkeit, Teile der Ausbildung in überbetriebliche Ausbildungsstätten zu verlagern.Hinweis: Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit:für die Länder Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland in Kelheim (Bayern):Staatl. berufl. Schulzentrum Kelheim, staatl. Wirtschafts- schule Abensbergfür die Länder Bremen, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen in Herford (Nordrhein-Westfalen): Anna-Siemsen-Berufskolleg des Kreises Herfordfür die Länder Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein in Rendsburg (Schleswig-Holstein):Berufsbildungszentrum am Nord-Ostsee-Kanal- AöR -Europaschule-für die Länder Brandenburg (Auszubildende aus dem Umkreis Berlin besuchen nach Absprachen zwischen Berlin und Brandenburg die Berufsschule in Berlin), Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in Hermsdorf (Thüringen): Staatliches Berufsschulzentrum Hermsdorf-Schleiz-PößneckQuelle: Übersicht länderübergreifender Fachklassen (Stand: 27.03.2025)

Wie hoch ist das typische Gehalt für Sattler/Sattlerin Fachrichtung Reitsportsattlerei in Deutschland?

Gehälter variieren je nach Region, Betriebsgröße und Erfahrung. Aktuelle Zahlen liefern BERUFENET oder Gehaltsportale wie gehalt.de und stepstone.de Gehaltsreport.

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